Lego-Fanclub aus Stuttgart Auf der bunten Seite der Macht

Von Wolfgang Schulz-Braunschmidt 

Das Kind im Manne lebt: In Stuttgart haben 21 gestandene Herren den ersten gemeinnützigen Lego-Fanclub gegründet. - Alle bauen - in ihrer Freizeit alle möglichen Modelle mit den bunten Steinen.

Eine Stadtbibliothek aus Lego:   Daniel Schäfers bei der Arbeit Foto: Horst Rudel
Eine Stadtbibliothek aus Lego: Daniel Schäfers bei der Arbeit Foto: Horst Rudel

Stuttgart - Daniel Schäfers hat seinen Stein der Weisen gefunden. Matthias Heiber und Andreas Reikowski ebenso. Die drei Männer sind seit Samstag Gründungsmitglieder von „Schwabenstein 2 x 4“ – dem ersten als gemeinnütziger Verein anerkannten Lego-Fanclub.

„Wir sind ein Gruppe von 21 Erwachsenen aus der Region Stuttgart, die in ihrer Freizeit alle möglichen Modelle mit den bunten Spielsteinen bauen“, sagt der Vorsitzende Schäfers. Das „2 x 4“ im Vereinsnamen verweise auf den Lego-Standardstein, der zwei Noppen quer und vier längs habe. Als Vereinsstätte muss vorerst das SSB-Waldheim auf der Waldau herhalten – aber ein Modell für die eigene Heimstatt gibt es schon – natürlich aus Legosteinen.

Unter den auf der Waldau präsentierten Lego-Modellen finden sich unter anderem eine Altstadt-Häuserzeile, eine computergesteuerte Schokoladen-Transportmaschine und ein T-Rex im Miniformat. Für Stuttgarter Lokalkolorit sorgt das Modell der neuen Stadtbibliothek am Mailänder Platz. „Die ist noch nicht fertig“, erklärt Schäfers, „die blauen LED-Leuchten für die Fenster fehlen noch“.

„Wir kümmern uns aber nicht nur um unsere Modelle“, betont der Legochef. „Uns liegt vor allem die Förderung von Kunst und Kreativität am Herzen.“ Auf Ausstellungen biete man den kleinen Besuchern stets viele bunte Steine zum Bauen an. „Es ist unglaublich, wie begeistert und fantasievoll Kinder damit umgehen“, so Schäfers. „Wir möchten den Leuten zeigen, was man mit diesen Steinen alles schaffen kann.“ Man müsse kein Buch schreiben oder ein Bild malen, um kreativ zu sein. Das habe auch das Finanzamt erkannt und den Verein wegen der Förderung von Kunst und Kultur als gemeinnützig anerkannt. Die nächste Ausstellung soll es im November in Trossingen geben.

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