Lehrerberuf Susanne Eisenmann will Verlängerung des Referendariats prüfen lassen

Von red/dpa/lsw 

Weil Schulleitungen, Lehrer und Referendare berichten, dass ein 18-monatiges Referendariat nicht ausreiche, will die Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) eine Verlängerung auf zwei Jahre prüfen lassen.

18 Monate seien zu wenig, um für die vielfältigen Herausforderungen an den Schulen gewappnet zu sein (Symbolbild). Foto: dpa/Felix Kästle
18 Monate seien zu wenig, um für die vielfältigen Herausforderungen an den Schulen gewappnet zu sein (Symbolbild). Foto: dpa/Felix Kästle

Stuttgart - Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will eine Verlängerung des Referendariats für Lehrer auf zwei Jahre prüfen lassen. Schulleitungen, Lehrer und Referendare selber hätten ihr berichtet, dass die derzeit 18 Monate zu wenig seien, um für die vielfältigen Herausforderungen an den Schulen gewappnet zu sein, sagte Eisenmann am Mittwoch in Stuttgart.

„Viele fühlen sich nicht sicher genug und wären dankbar, wenn die Anleitung ein halbes Jahr länger ginge.“ Eine Herausforderung sei zum Beispiel die immer heterogener werdende Schülerschaft. Sie wolle eine Verlängerung zusammen mit dem Wissenschaftsministerium prüfen.

18-monatiges Referendariat seit 2014

In Baden-Württemberg absolvieren angehende Lehrer seit 2004 ein Referendariat von 18 Monaten. Es ist der Praxisteil in ihrer Ausbildung. Eisenmann sagte, sie könne das Gefühl nachempfinden, wenn Junglehrer sagten, sie fühlten sich einfach nicht sicher. Es gebe auch erfahrene Lehrer, die sich für eine stärkere Betonung des Praxisteils aussprächen. Sie werde auf das Wissenschaftsministerium zugehen, das für die Ausbildung zuständig sei, sagte Eisenmann.

Sie kündigte dies beim Abschluss der Veranstaltungsreihe „Elternabend“ an, in der es um eine bessere Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern ging. Dem Fachtag am Mittwoch gingen drei Abende in Ulm, Karlsruhe und Stuttgart voraus, bei denen insgesamt rund 2000 Eltern und Lehrer ihre Gedanken zu dem Thema äußern konnten.