Prominenten Besuch bekamen die Jungs und Mädchen der Sindelfinger Leichtathletikschule Speedy. Velten Schneider, Olympia-Teilnehmer über 3000 Meter Hindernis, schaute im Floschenstadion vorbei und stand den Kindern Rede und Antwort. Zudem absolvierte der 25-Jährige auch gleich noch eine Trainingseinheit mit dem Nachwuchs.
Im Interview kitzelten Speedy-Leiterin Birgit Hamann und die Kinder selbst eine Menge spannende Informationen und auch die eine oder andere kuriose Anekdote aus dem großem Vorbild heraus. So verriet der 25-Jährige, dass er neben dem Gewinn von je zwei Silber- und Bronzemedaillen bei deutschen Meisterschaften in einem anderen DM-Endlauf auch schon in den Wassergraben geplumpst sei. „Den Süßigkeiten möchte ich keine Absage erteilen, aber Bier darf ich nicht so viel trinken“, berichtete der Medizinstudent außerdem von lieb gewonnenen Ernährungsgewohnheiten.
Ansonsten machte er dem 8- bis 13-jährigen Nachwuchs viel Lust auf die Leichtathletik als solche und dem Leistungssport im Besonderen. „Man kommt rum, das ist ziemlich cool“, erzählte Velten Schneider von Trainingslagern in Italien oder sogar Südafrika. „Ich trainiere zweimal am Tag und ihr zweimal in der Woche.“ Damit verdeutlichte er, dass der Weg zum Profi-Leichtathleten viel Aufwand und Einsatz erfordert sowie manchen Verzicht auf andere Freizeitaktivitäten.
„Mein Ziel ist es, mindestens einmal Erster zu werden“, hat sich Velten Schneider fest vorgenommen. Auch die Verbesserung seines bisherigen persönlichen Rekords von 8:20,94 Minuten steht auf seinem Plan. Sollte das klappen, könnte die anvisierte Teilnahme an der Weltmeisterschaft im September in Tokio in greifbare Nähe rücken. Wer 8:15 Minuten läuft, ist direkt qualifiziert, außerdem sind die 36 Besten der Weltrangliste automatisch dabei.
Davor stehen noch viele Trainingseinheiten an. Eine davon absolvierte der Hindernisläufer vom VfL Sindelfingen zusammen mit den zahlreich anwesenden Kindern. Die staunten nicht schlecht, als Schneider vormachte, wie man Hindernisse und sogar den Wassergraben fachgerecht überquert. Nach dem Warmlaufen, einer gemeinsamen Aufwärmgymnastik und koordinativen Übungen durften dann auch die Mädchen und Jungs gemeinsam im Pulk über einige auf der blauen Rundbahn aufgebaute Hindernisse laufen und springen. Dass die etwas kleiner als beim Vorbild waren, verstand sich von selbst, tat der tollen Stimmung bei bestem Leichtathletikwetter aber ganz und gar keinen Abbruch.