Leichtathletik-Meisterschaften Aileen Kuhn holt Silber
Die Wendlinger Hammerwerferin, die für Eintracht Frankfurt antritt, ist mit ihrer Weite bei den Winterwurfmeisterschaften zufrieden.
Die Wendlinger Hammerwerferin, die für Eintracht Frankfurt antritt, ist mit ihrer Weite bei den Winterwurfmeisterschaften zufrieden.
Bei den deutschen Winterwurfmeisterschaften der Männer und Frauen sowie der U-20- und U-18-Jugend endete der Hammerwurf-Wettbewerb der Frauen so, wie die meisten Experten es vermutet hatten: Die mehrfache Deutsche Meisterin Samantha Borutta (Eintracht Frankfurt) besiegte mit 68,83 Meter ein weiteres Mal ihre Wendlinger Teamkollegin Aileen Kuhn, die mit 64,90 Metern Silber holte.
Die große Überraschung blieb zwar aus, doch Kuhn war sowohl mit der Platzierung als auch mit der Weite zufrieden, auch wenn weitenmäßig noch mehr drin gewesen wäre. „Es war mein erster Wettkampf mit vier Drehungen, weshalb auch recht viele Würfe ungültig waren“, war die fachliche Analyse der 22-Jährigen, die in diesem Jahr zu Eintracht Frankfurt wechselte. Tatsächlich stand für Kuhn lediglich ein gültiger Wurf in der Ergebnisliste. Doch die Wendlingerin ist zuversichtlich, dass die großen Weiten im Laufe des Jahres folgen werden. „Es waren auf jeden Fall schon gute Würfe dabei, die in die richtige Richtung gehen und auf gute Weiten im Sommer hoffen lassen, wenn sich technisch alles gefestigt hat“, sagte Kuhn.
Die Eintracht-Athletin hat sich vorgenommen, in vier Wochen beim Winterwurf-Europacup in Nikosia in Zypern, für den sie sich qualifizierte, etwas an der Weite draufzulegen. Dieses Ziel ist für die Athletin, die in der Hessen-Metropole Leistungssport und Studium bestens verknüpfen kann, jedenfalls im möglichen Bereich. Der 3. Platz in einem bis zuletzt spannenden Entscheid um die Medaillen ging an Michelle Wilms (Bayer 04 Leverkusen) mit 64,43 Metern.
Derweil hat es Konstantinos Pindonis vom TSV Frickenhausen bei den Männern krachen lassen: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt donnerte er den 1,75 Kilogramm schweren Diskus bei 51,29 Metern in den teils schneebedeckten Rasen – 60 Zentimeter weiter als bei den deutschen Jugendmeisterschaften im vergangenen Jahr Ende Juli in Koblenz, wo der 19-Jährige aus Nürtingen mit 50,69 Metern Fünfter wurde. Pindonis startete mit soliden 46,33 Metern in den Wettkampf, steigerte sich aber mit jedem weiteren Versuch bis zur Bestleistung im vierten Durchgang, die zur Silbermedaille reichte. Besser an diesem winterlichen Tag war nur William Wolzenburg (TV Wattenscheid), der mit 52,70 Metern verdient gewann. Drei seiner fünf gültigen Würfe segelten über die 52 Meter hinaus. Bronze ging an Leon Michelmann (TSV Asendorf/50,53 Meter). Einen guten Wettkampf absolvierte Zwillingsbruder Christos Pindonis, der als Sechstplatzierter mit 47,81 Metern fast an seine Bestweite von 47,94 Meter herankam.
Mit drei „Ungültigen“ im Hammerwerfen der männlichen U-18-Jugend katapultierte sich Mitfavorit Lukas Melzer (LG Teck) frühzeitig aus dem Wettkampf. Mit einer Bestleistung von 59,99 Metern angereist, wäre für den 16-jährigen Kirchheimer eine Medaille drin gewesen, doch Melzer hielt keinen seiner drei Würfe im Ring. So ging der Titel an Philip Hartmann (DJK Aschaffenburg/60,26) vor Valentin Metschl (LG München) dessen Hammer minimale zwei Zentimeter kürzer flog. Besser machte es Schwester Hannah Melzer, die bei der weiblichen U 20 mit 46,35 Metern auf den 7. Platz kam. Es siegte die Titelverteidigerin Johanna Marrwitz (LG München) mit 61,81 Meter vor Clara Hegemann (München/59,06).
Zu den überragenden Leistungen gehörten die 76,38 Meter im Hammerwerfen der Männer durch Merlin Hummel (LG München) und die 79,61 Meter im Speerwerfen durch Max Dehning (LG Offenburg).