Leichtathletik-U20- und Aktiven-DM Dmitrij Krom und drei Staffeln holen Medaillen für den VfL Sindelfingen

Dmitrij Krom (re.) holte U20-Einzelsilber über die 200 Meter und Bronze mit der 4 x 200-Meter-Staffel des VfL Sindelfingen. Seine Vereinskameradinnen Kim Bödi, Sabrina Heil und Katja Bäuerle (v. li.) ergatterten Staffel-Bronze über die 3 x 800 Meter der Aktiven Foto: Eibner/Stefan Mayer

Die Leichtathletik-Überraschung ist perfekt. Dmitrij Krom in der U20 und drei Staffeln in der U20 und bei den Aktiven nutzten den Heimvorteil des VfL Sindelfingen für DM-Edelmetall.

Eine U20-Silber- und insgesamt drei Bronzemedaillen in der U20 und bei den Aktiven holten die Leichtathleten des VfL Sindelfingen bei den deutschen Hallenmeisterschaften im eigenen Glaspalast. Dazu zogen sich auch die Einzelstarter des gastgebenden Vereins und von der SpVgg Holzgerlingen achtbar aus der Affäre.

 

Höhepunkt aus Sicht der Gastgeber waren die 200 Meter der U20. Mit 21,88 Sekunden gehörte Dmitrij Krom (VfL Sindelfingen) schon in der Meldeliste zu den Top-Platzierten und brannte dann im Vorlauf mit 21,74 Sekunden die beste Zeit aller 42 Teilnehmer auf die Bahn. Lautstark unterstützt, konnte der junge Sprinter diese Marke mit 21,63 Sekunden im Finale noch einmal unterbieten. Der Rest war Freude pur über Silber. Nur ein zwei Jahre älterer Teilnehmer war eine Zehntelsekunde schneller. Für Dmitrij Krom gab’s zudem mit 14,02 Metern Rang acht im Dreisprung.

Dmitrij Krom vom VfL Sindelfingen holt U20-DM-Silber und U20-DM-Bronze

In der 4 x 200-Meter-Staffel der U20 nahmen Dmitrij Krom, Jannis Gartmann, Nils Haumann und Luke Schmidt (VfL Sindelfingen) ihr Herz in die Hand und liefen von Beginn an vorne weg. Nach 1:28,58 Minuten brachte das Quartett die bis dahin schnellste Zeit ins Ziel. Danach hieß es warten, was die Konkurrenz macht. Nur zweimal wurde die Marke der Gastgeber noch unterboten, die aber Bronze überschwänglich feierten.

Genauso gut wie der Nachwuchs setzten sich kurz darauf die Aktiven in Szene. Über 3 x 1000 Meter der Männer gaben Henri Stöckermann und Kurt Lauer Schlussläufer Johannes Hein (VfL Sindelfingen) einen Platz in der Führungsgruppe mit auf seinen abschließenden Abschnitt. Nur knapp zurück an Position vier liegend, attackierte dieser auf den letzten 100 Metern und machte nach 7:23,84 Minuten Bronze klar. „Vielleicht hätte ich den Zweiten auch noch kriegen können“, haderte er nur ganz kurz. Riesengroß war die Freude anschließend auch bei Kim Bödi, Katja Bäuerle und Sabrina Heil (VfL Sindelfingen). Zwischendurch in Führung, sicherten auch sie sich über 3 x 800 Meter in 6:33,10 Minuten als Dritte ebenfalls Bronze.

Kim Bödi, Sabrina Heil und Katja Bäuerle (v. li.) ergatterten Staffel-Bronze über die 3 x 800 Meter der Aktiven. Foto: Eibner/Stefan Mayer

Nils Haumann (VfL Sindelfingen) erfüllte mit dem Rückenwind der Staffel-Medaille auch als U20-Einzelkämpfer über 60 Meter Hürden die Erwartungen. Der Vorlauf war für ihn kein Hindernis. Mit 8,02 Sekunden qualifizierte sich der 18-Jährige sicher fürs Halbfinale. Dort ebenfalls mit dabei: Luke Schmidt (VfL Sindelfingen), der mit 8,16 Sekunden so schnell über die fünf Hürden flitzte wie noch nie. Für den Endlauf reichte das im Gegensatz zu den 7,99 Sekunden von Nils Haumann trotzdem nicht. Sogar noch eine Hundertstelsekunde schneller belegte Haumann im Finale Rang sechs. „Darauf kann ich aufbauen“, freute er sich.

Im Endlauf über 1500 Meter der U20 stand Dominik Wiedenmann (VfL Sindelfingen). Der 16-Jährige zeigte zuvor einen couragierten Vorlauf, in dem er als Dritter den sicheren Finaleinzug klarmachte. „Ordne dich weiter vorne ein“, gab ihm sein Coach Bastian Franz danach mit auf den Weg. Ein Ratschlag, den sein Schützling nicht ganz beherzigte, sodass ihn sein kämpferischer Schlussspurt von fast ganz hinten nur noch auf den dennoch guten sechsten Platz in 4:00,7 Minuten brachte.

Mit dem Finale nichts zu tun hatte Nathalie Schmidt (VfL Sindelfingen) über 800 Meter. Als Jüngste im U20-Feld der 29 Teilnehmerinnen hielt sie sich im Vorlauf lange mit an der Spitze und erzielte in 2:17,49 Minuten eine persönlichen Bestzeit. Gleiches gelang über 400 Meter in der U20 in 57,09 Sekunden Rebecca Spieß (VfL Sindelfingen). Anne Krauß (SpVgg Holzgerlingen) kam auf 57,39 Sekunden, ihre Zwillingsschwester Jule Krauß (SpVgg Holzgerlingen) auf 4:49,76 Minuten über 1500 Meter.

Über 60 Meter in der U20 sprintete Pauline Zoll (VfL Sindelfingen) mit Bestzeit von 7,62 Sekunden ins Halbfinale, wo sie dann in 7,67 Sekunden leicht krankheitsgeschwächt ausschied. Alina Fischer (VfL Sindelfingen) rannte im 60-Meter-Hürden-Vorlauf der U20 9,02 Sekunden.

Bei den Winterwurfmeisterschaften der Aktiven im Floschenstadion kam Luise Herrmann (VfL Sindelfingen) im Hammerwurf mit 57,68 Metern auf Platz sieben von acht Frauen.

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