Alexander Stepanov vom VfL Sindelfingen wurde bereits 2024 deutscher Meister in der Halle und ist auch aktuell wieder in Topform. Foto: Eibner/Stefan Mayer
Über 800 Meter, 200 Meter und 3000 Meter haben drei Leichtathleten des VfL Sindelfingen bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund jeweils gute Aussichten auf Edelmetall.
Holger Schmidt
25.02.2026 - 17:15 Uhr
Der VfL Sindelfingen reist mit einem Quintett an Einzelstartern und der 4 x 200-Meter-Staffel der Frauen zu den deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften. Diese finden von Freitag bis Sonntag in Dortmund statt.
Alexander Stepanov knüpft an starke Form der vergangenen Jahre an
Der größte Anwärter auf Gold ist Alexander Stepanov über 800 Meter. Vor allem nach der Absage seines hartnäckigsten Rivalen Malik Skupin-Alfa von der LG Offenburg ist der Weg frei für den Sindelfinger. Bereits 2024 wurde er deutscher Meister in der Halle und vergangenen Sommer im Freien.
Und auch in diesem Jahr läuft es schon wieder einwandfrei: „Ich habe die Hallen-WM-Norm um eine Hundertstelsekunde unterboten“, freut sich Alexander Stepanov. Mit der persönlichen Bestzeit von 1:45,89 Minute, erzielt vor zwei Wochen im französischen Liévin, weist er über zwei Sekunden Vorsprung auf den nächsten seiner 23 Kontrahenten auf. Zu diesen gehört auch Vereinskamerad Johannes Hein, der bei optimalem Rennverlauf ebenfalls ins Finale einziehen könnte.
Neuzugang Katja Bäuerle (links) vom VfL Sindelfingen zählt bei den deutschen Hallenmeisterschaften über die 3000 Meter zum engen Favoritenkreis. Foto: Eibner/Stefan Mayer
Melanie Böhm vom VfL Sindelfingen will persönliche Bestzeit knacken
Zweite Goldkandidatin aus VfL-Sicht ist Jessica-Bianca Wessolly. Die Titelverteidigerin über 200 Meter hat auch in dieser Hallensaison mit 23,26 Sekunden die bislang beste Zeit einer deutschen Sprinterin stehen. Außerdem ist sie neben ihrer Spezialdisziplin über 60 Meter gemeldet.
Begleitet wird sie von Vereinskameradin Melanie Böhm. Sie rennt ebenfalls über die 200 und 60 Meter und möchte über beide Distanzen ihre persönlichen Bestleistungen angreifen. Zusammen mit Sabrina Heil und Nachwuchstalent Pauline Zoll gehören Wessolly und Böhm außerdem zum 4 x 200-Meter-Quartett, das ebenfalls den Sprung zur deutschen Hallenmeisterschaft geschafft hat.
Der VfL Sindelfingen hat über die 3000 Meter ein ganz heißes Eisen im Feuer
Während für diese vier eine Medaille eigentlich außer Reichweite scheint, hat der VfL Sindelfingen auf der Rundbahn über 3000 Meter mit Neuzugang Katja Bäuerle ein ganz heißes Eisen im Feuer. Nur eine der 14 anderen Teilnehmerinnen rangiert in der deutschen Bestenliste vor den 9:14,95 Minuten der 23-Jährigen, die außerdem über 1500 Meter ihre Meldung abgegeben hat.