Leichtathletik Vogl ist vierfache Europameisterin

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Die Renningerin holt sich in Venetien drei Einzeltitel und einen mit dem Team.

Läuft der europäischen Konkurrenz auf und davon: Gudrun Vogl. Foto: /Ralf Görlitz/Archiv
Läuft der europäischen Konkurrenz auf und davon: Gudrun Vogl. Foto: /Ralf Görlitz/Archiv

Renningen - Vier Starts, sechs Medaillen, und davon vier in Gold – besser hätte die Ausbeute von Gudrun Vogl bei den Senioren-Europameisterschaften in Venetien kaum sein können. Nicht einmal die teilweise etwas schwierigen Bedingungen mit Anfahrten zu drei verschiedenen Wettkampfstätten und die Wetterkapriolen konnten die Renningerin stoppen. Insgesamt standen knapp über 5000 Athleten in den Meldelisten, 113 kamen aus nicht-europäischen Ländern und konnten deshalb auch keinen Titel gewinnen. Um den Andrang bewältigen zu können, fanden die Wettbewerbe in Jesolo, Caorle und Eraclea statt. Das brachte Fahrtzeiten von bis zu einer Stunde mit sich.

Gudrun Vogl startet in der Altersklasse W 70 zunächst im Crosslauf über vier Kilometer. Pünktlich zum Start gab es den ersten Donnerschlag, Regen setzte ein, der aber später wieder aufhörte. Auf der nicht allzu schwierigen Strecke kam die Renningerin, die die längeren Distanzen bevorzugt, nach 18:34 Minuten als Dritte ins Ziel. Nur fünf Sekunden fehlten zum Silberplatz. Zusammen mit Maria Brigitte Nittel und Gabriele Rost-Brasholz auf den Plätzen vier und fünf ergab das in der Teamwertung gleichzeitig Gold vor Großbritannien.

Überrundung im 10 000 Meter-Lauf

Zwei Tage später feierte Gudrun Vogl einen überlegenen Sieg über 10 000 Meter. In 48:14,95 Minuten hatte sie über vier Minuten Vorsprung gegenüber Gabriele Rost-Brasholz, die sie sogar überrundet hatte. Einen Start-Ziel-Sieg gab es auch über 5000 Meter. Die Uhr blieb bei 23:11,52 Minuten stehen. Unter den sechs Teilnehmerinnen benötigte die zweitplatzierte Britin Carolyn Gale 25:06,22 Minuten. Gold und Silber brachte schließlich der Halbmarathon. Im Zehner-Feld ließ Vogl ihre zwei Jahre ältere Konkurrentin Angela Copson in 1:46,24 Stunde fast genau fünf Minuten hinter sich. In der Mannschaftswertung lag dann aber das Team aus Großbritannien vor dem deutschen Trio.