Leihspieler des VfB Stuttgart „Wollen ihn im Sommer nicht abgeben“ – Jovan Milosevic bleibt im Fokus

Sein sechster und bislang letzter Pflichtspiel-Einsatz im VfB-Trikot: Jovan Milosevic im Januar dieses Jahres gegen RB Leipzig (5:2) Foto:  

Bei seiner Verpflichtung setzte sich der VfB gegen mehrere Interessenten durch, inzwischen ist es ruhiger geworden um das serbische Sturmtalent. In Stuttgart steht Jovan Milosevic aber weiter auf dem Zettel. Weshalb?

Sport: David Scheu (dsc)

Der Rückschlag kam beim Nationalteam. Gerade einmal 13 Minuten stand Jovan Milosevic Mitte Oktober für Serbiens U 21 gegen die Ukraine (1:0) auf dem Feld, als es nicht mehr weiterging. Ein Schlag auf den Knöchel zwang den Stürmer zur Auswechslung, seitdem hat er kein Spiel mehr bestritten und befindet sich im Aufbau.

 

Damit fehlt ihm seit einem Monat genau das, weshalb ihn der VfB Stuttgart an den FC St. Gallen verliehen hat: Spielpraxis. Das 19-jährige Sturmtalent soll in der ersten Schweizer Liga reifen, um dann bestenfalls in Stuttgart zum Faktor zu werden. Dort verfolgt man seine Entwicklung jedenfalls nach wie vor genau. „Jovan gehört zu den vielversprechenden Sturmtalenten in Europa“, sagt der Stuttgarter Sportvorstand Fabian Wohlgemuth unserer Redaktion, „wir wollen ihm die nötige Zeit geben, sich zu entwickeln und ihn im kommenden Sommer nicht abgeben.“

Seit Februar dieses Jahres spielt Jovan Milosevic (rechts) beim FC St. Gallen. Foto: imago//Joeran Steinsiek

Zum anderen sind die Anlagen des antritts- und abschlussstarken Torschützenkönigs der U-17-EM von 2022 unbestritten. Als ihn die Stuttgarter Anfang 2023 vom serbischen Erstligisten FK Vojvodina Novi Sad für den kommenden Sommer verpflichteten, waren sie längst nicht der einzige Interessent in Europa.

Fünf Kurzeinsätze für den VfB in der Hinrunde 2023/24

„Er hat einen guten Abschluss, bringt aber auch Spielintelligenz und Spielwitz mit“, hatte im April dieses Jahres auch sein damaliger Peter Zeidler beim FC St. Gallen betont – athletisch aber müsse er noch zulegen. Diese Erfahrung machte Milosevic schon zuvor in seinem ersten halben Jahr beim VfB, als er in der Hinrunde der Saison 2023/24 nur zu fünf Kurzeinsätzen beim späteren Vizemeister kam.

Es folgte die Leihe nach St. Gallen im Winter – wo zuletzt immer wieder Verletzungen verhinderten, dass der junge Stürmer nachhaltig seinen Rhythmus fand: Im März dieses Jahres bremste Milosevic ein Bänderriss mehrere Wochen aus, nun der Schlag auf den Knöchel. Auch deshalb bleibt der weitere Weg im Sommer offen. Denkbar ist, dass man sich den Youngster beim VfB in der Vorbereitung ab Juli ansieht – und dann entscheidet, ob ein Kaderplatz oder nochmals eine Leihe mehr Sinn ergibt. Nur verkauft werden soll er nicht. Denn der VfB hat Jovan Milosevic weiter auf dem Zettel.

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