Leinfelden-Echterdingen Jugendliche bekommen eine Skaterbahn

Von Philipp Braitinger 

Im Neubaugebiet Schelmenäcker in Leinfelden-Echterdingen wird neben dem Jugendhaus Areal eine Freifläche gestaltet. Die zukünftig benachbarte Kindertagesstätte soll ferner im Außenbereich eine Spielfläche zum Thema Taka-Tuka-Land erhalten

Die ersten Bauarbeiten im Gebiet Schelmenäcker sind bereits im Gange. Foto: Philipp Braitinger
Die ersten Bauarbeiten im Gebiet Schelmenäcker sind bereits im Gange. Foto: Philipp Braitinger

Leinfelden - Sie haben sich viele Gedanken gemacht. Bei drei Workshops haben Jugendliche darüber diskutiert, wie die Freifläche des neuen Jugendhauses Areal in Leinfelden künftig aussehen könnte. Die Workshops liegen inzwischen zwar bereits einige Jahre zurück. Doch nun wurde während der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses (TA) am vergangenen Dienstag einstimmig beschlossen, die vom Büro Schieferdecker aus Dresden ausgearbeiteten Pläne dem Gemeinderat zu empfehlen.

„Uns war es wichtig, die Jugendlichen in die Planung einzubinden“, erklärte Katja Siegmann. Sie ist die Abteilungsleiterin für Umwelt und Grünflächen beim Amt für Umwelt, Grünflächen und Tiefbau der Stadt. Unter dem Motto „Young Urban Street“ soll eine vielfältige Freifläche entstehen. Von den nahe gelegenen Gleisen der U5 wird die Fläche durch eine Wand abgegrenzt. „Damit keiner auf die Gleise rennt und der Raum dahinter gut nutzbar ist“, wie Siegmann sagte.

Jugendliche dürfen die Schutzmauer besprühen

Höhepunkt des Entwurfs ist eine Skaterbahn, deren Ränder auch zum Sitzen genutzt werden könnten. Doch sind bei dieser Konstellation Unfälle nicht programmiert? Vertreter des Jugendgemeinderates verfolgten die TA-Sitzung. „Es ist Platz da, sich aus dem Weg zu gehen. Es sitzen nicht immer überall Leute,“ versicherte der Jugendgemeinderat Jakob Andrae. Gleichzeitig müsse natürlich aufeinander geachtet werden.

Zur Gestaltung der Mauer könnten die Jugendhausbesucher selbst zur Sprühdose greifen. Neben der Abgrenzung war den Jugendlichen wichtig, die Fläche mit Pflanzen zu bereichern. Mit Sträuchern und Bäumen soll der Raum zur Max-Lang-Straße hin gestaltet werden. Die Gesamtkosten beziffert die Stadtverwaltung derzeit auf 1,16 Millionen Euro, wovon knapp 700000 Euro gefördert werden könnten. Somit müsste die Stadt noch 464 400 Euro selbst bezahlen. Die hohen Kosten entstehen vor allem, weil auf engem Raum viele Nutzungsmöglichkeiten entstehen sollen und weil die Betonwand zu den Gleisen teuer ist. Vorausgesetzt, der Gemeinderat stimmt zu, könnten die Ausführungsplanung, die Ausschreibung und die Vergabe erfolgen. Im November 2022 könnte dann mit dem Bau begonnen werden. Eine Fertigstellung wäre im Dezember 2023 möglich.

Der Kindergarten bekommt ein großes Piratenschiff

In der Nachbarschaft des Jugendhauses wird eine Kindertagesstätte gebaut. Die Gestaltung der Außenspielflächen wurde ebenfalls während der jüngsten Sitzung des TA vorberaten und dem Gemeinderat einstimmig empfohlen. „Im Spielbereich haben wir ganz vielfältige Situationen“, berichtete Siegmann. Thematisch gehe es um Piraten, Strände und Schatzinseln. Wie bereits bei der Freifläche des Jugendhauses wurde auch hier das Büro Schiefendecker mit der Planung beauftragt. In der Kindertagesstätte sollen einmal 120 Kinder betreut werden können.

Ein Höhepunkt der Spiellandschaft soll ein gestrandetes Piratenschiff im Zentrum der Freifläche sein. Ferner kann auf „Strandgut“ balanciert und geklettert werden. Auch Wasser soll als Spielelement angeboten werden. Durch einen „Seil-Dschungel“ könnte außerdem der Innenhof mit dem Garten verwoben werden.

Die Kosten für die Außenspielbereiche beziffert die Stadtverwaltung derzeit auf 1,32 Millionen Euro. Davon könnten knapp 148 500 Euro als Fördermittel fließen. Mit dem Bau der Freianlagen könnte, nach erfolgter Zustimmung des Gemeinderates, ab August des nächsten Jahres begonnen werden. Die Fertigstellung ist für Juni 2022 geplant.




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