Leinfelden-Echterdingen Kündigung für alle Mitarbeiter der Euronics-Filiale

Von Caroline Holowiecki 

Die Nachricht hat für Aufruhr gesorgt: An diesem Samstag hat die Euronics-Filiale in Echterdingen zum letzten Mal geöffnet. Für die 23 Mitarbeiter bringt dies kurz vor Weihnachten schlechte Nachrichten mit sich.

Kurz vor Weihnachten gibt es schlechte Nachrichten für die Mitarbeiter der Euronics-Filiale an der Nikolaus-Otto-Straße. Foto: Caroline Holowiecki
Kurz vor Weihnachten gibt es schlechte Nachrichten für die Mitarbeiter der Euronics-Filiale an der Nikolaus-Otto-Straße. Foto: Caroline Holowiecki

Echterdingen - Drei Tage vor Weihnachten ist Schluss. An diesem Samstag öffnet die Euronics-Filiale in Echterdingen zum letzten Mal. Der ausgeprägte Wettbewerb in dem Segment – die Konkurrenz Media Markt befindet sich in unmittelbarer Nähe – und der übermächtige Internethandel haben den Laden an der Nikolaus-Otto-Straße unter Druck gesetzt. „Die wirtschaftliche Entwicklung des Standortes hat nicht unseren Erwartungen entsprochen“, heißt es auf Anfrage aus der Zentrale in Ditzingen.

Nun ist auch bekannt, was mit den Mitarbeitern passiert. Auf die Berichterstattung unserer Zeitung hin meldet sich eine Frau zu Wort. Bei Facebook empört sie sich, dass die Angestellten ihre Jobs verlieren, „und das vor Weihnachten“. Allen sei gekündigt worden, schiebt sie verärgert nach. Die Mitarbeiter seien immer die Leidtragenden, kommentiert ein Mann.

Euronics Deutschland bestätigt die Kündigungen

Schließlich bestätigt auch Euronics Deutschland: „Aus betriebsbedingten Gründen wurden sämtliche Arbeitsverhältnisse mit den gesetzlichen beziehungsweise vertraglichen Kündigungsfristen gekündigt“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. 23 Personen seien betroffen. Mit mehreren Mitarbeitern würden derzeit Gespräche geführt, ob neue Beschäftigungen innerhalb der Gruppe infrage kämen.

Euronics Deutschland ist eine genossenschaftlich organisierte Einkaufsgemeinschaft. 1400 Mitgliedsbetriebe sind darin zusammengeschlossen und führen knapp 1600 Filialen. Der Markt in Echterdingen wird als sogenannter Regiebetrieb von Euronics selbst unterhalten. Weitere solche Regiemärkte habe Euronics im weiteren Umkreis indes nicht, deshalb sei eine Fortsetzung der bestehenden Arbeitsverhältnisse mit den Echterdinger Kollegen „leider nicht möglich“. In der Mitteilung wird betont, dass ausschließlich die Filiale in Echterdingen von dem Aus betroffen sei.




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