Leinfelden-Echterdingen Versetzter Zebrastreifen wirft Fragen auf

Ist das die falsche Stelle? Foto: Thomas Krämer
Ist das die falsche Stelle? Foto: Thomas Krämer

In der Ortsmitte von Leinfelden (Kreis Esslingen) ist ein Zebrastreifen leicht versetzt worden. Mit dieser Neuerung kommen nicht alle klar. Und wie reagiert die Stadt? Mit dem Verweis auf Richtlinien.

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Leinfelden - Wurde der neu positionierte Zebrastreifen am Neuen Markt in Leinfelden gut durchdacht? Diese Frage stellte kürzlich die Stadträtin Beatrix Hess von den Freien Wählern im Verwaltungsausschuss. Der Fußgängerüberweg sei von der Musberger Straße her schlecht einsehbar, beklagte sie. „Die Autos kommen mit 50 Kilometern pro Stunde an und müssen eine Vollbremsung einlegen, wenn jemand über den Zebrastreifen läuft“, erläuterte sie ihre Kritik. Die jedoch kann Gerd Maier nicht nachvollziehen. „Der neue Fußgängerüberweg ist sicher, wir haben dafür auch schon Lob bekommen“, sagte der Leiter des Ordnungsamts der Kommune.

Abstand von der Haltestelle muss sein

Der Grund dafür, dass der Zebrastreifen ein Stück in Richtung Musberg verlegt wurde, war die neu eingerichtete Bushaltestelle am Neuen Markt. „Von dieser Haltestelle müssen wir Abstand halten, damit der Überweg gut einsehbar ist“, sagt Maier und führt noch einen weiteren Grund für den Umzug des Zebrastreifens an: Aus dem alten Hohlweg, der am Neuen Markt auf die Echterdinger Straße trifft, seien bisher Radfahrer häufig einfach über den direkt vor ihnen liegenden Zebrastreifen gefahren. „Das ist erlaubt, allerdings müssen sie dann dem Verkehr Vorfahrt geben“, sagt Meier. Vorrechte auf dem Fußgängerüberweg würden nur Fußgänger genießen – oder auch Radler, die absteigen und ihr Fahrrad schieben.

Polizei hat ihr Okay gegeben

Die neue Position des Leinfelder Zebrastreifens sei mit Genehmigungsbehörden wie der Landespolizei abgesprochen und festgelegt worden, er entspreche den Richtlinien in Deutschland, heißt es. Der Fußgängerüberweg verläuft nun kurz hinter der Kurve „und ist von der Musberger Straße als auch von der Bahnhofstraße aus viel besser einsehbar“, sagt Ordnungsamtsleiter Maier. Autofahrer würden schon vor der Kreuzung erkennen, ob ein Fußgänger über den Zebrastreifen wolle.

Von Musberg kommend dürfen Autofahrer bis zum Überweg 50 Kilometer pro Stunde fahren und müssen anschließend auf 40 Kilometer pro Stunde abbremsen. Ob diese Regelung zukünftig Bestand haben wird, soll eine Gesamtprüfung der Geschwindigkeitsbeschränkungen in der Kommune zeigen, die demnächst geplant ist. „Dann wird sich auch zeigen, ob wir das erlaubte Tempo bereits vor dem Zebrastreifen auf 40 Kilometer pro Stunde reduzieren“, kündigt Maier an.




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