Leistungsschau Großbottwar Die lokale Wirtschaft zeigt, was sie zu bieten hat

Der Storch darf auf einer Messe in der Storchenstadt Großbottwar nicht fehlen. Foto: Werner Kuhnle

Die Leistungsschau vom Bund der Selbstständigen Großbottwar findet zum ersten Mal bei den Bottwartaler Winzern statt. Das Blühende Barock hat große Grünpflanzen zur Verfügung gestellt. Am Sonntag geht’s in den Endspurt.

Kurz vor dem Startschuss bricht der Himmel auf und beschert dem BdS-Organisatoren-Tandem Christian Cortot und Martin Maurer sowie den mehr als 40 Unternehmen, die sich bei der Leistungsschau präsentieren, ein Messewetter mit Sonnenschein. Alle sechs Jahre findet der Event statt. Neu ist der Standort auf dem Areal der Bottwartaler Winzer, der Ausstellern wie Gästen gefällt. Gelobt wird die Zentralität, die Übersichtlichkeit und die Kompaktheit. Vielen Unternehmen gefallen auch die großzügigen Stellflächen, die auf die Bedürfnisse zugeschnitten werden können. „Auch wenn in der Gewerbehalle mehr Aufwand betrieben werden muss als in der Schule“, wie Dietmar Brosi anmerkt. „Und die Parkplatzmöglichkeiten sind logistisch noch zu verfeinern“, meint der Seniorchef des Stuckateur-Betriebs.

 

Wie ein kleines Volksfest mutet die Schau an, die nicht nur informativ, sondern auch an Unterhaltung und Kulinarischem viel zu bieten hat. Der Nachwuchs kommt an zahlreichen Ständen auf seine Kosten: Am Stand von Metallbau Stigler etwa gibt es ausgelaserte Blechteile, die die Form eines plattgewalzten Elefanten haben. Damit dreidimensional ein Geschöpf draus wird, mussten spezielle Teile in Form gebogen werden.

Angebote für Kinder

Auch beim Stuckateurbetrieb Weber, der mit dem Immobilienservice Maier insofern kooperiert, als dass Kinder dort Gipsmodelle bemalen können, zeigt sich lebhaftes Interesse und Freude am Malen. Nur mit der Besucherresonanz ist die Niederlassungsleiterin Sandra Weber am Samstag noch nicht ganz zufrieden. „Da sind wir, was die Frequenz in der Schulaula anbetraf, doch etwas verwöhnt.“

Die Perspektive weiten soll der Rollstuhl-Parcours der Theo-Lorch-Werkstätten. „Wir wollen zeigen, wie es ist, wenn man auf einen Rollstuhl angewiesen ist, und die Mitmenschen sensibilisieren sowie Hemmschwellen und Unsicherheiten abbauen“, erklärt Pressesprecherin Isabell Brando. „Und nicht immer ist das, was als barrierefrei gilt, einfach zu handhaben. Außerdem zeigen wir, welche Produkte wir in Lohnfertigung herstellen.“

Programm auf der Bühne

Warum eine Apotheke ebenfalls zu den Ausstellenden gehört, macht der Inhaber der Stadtapotheke, Frank Skuljan klar: Ihm ist es wichtig, Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen, die viele noch nicht kennen. Zum Beispiel pharmazeutische Dienstleistungen. Sie ermöglichen zu den Themenbereichen Inhalation, Polymedikation, Bluthochdruck, orale Krebstherapie und Organtransplantation aufschlussreiche Beratungsgespräche in der Apotheke – per Termin. Das Apothekenpersonal wurde für das Angebot speziell geschult. Abrechnen können die Apotheken die erbrachten Dienstleistungen, die darauf abzielen, Fehlanwendungen zu vermeiden, Geräte richtig zu bedienen oder zu checken, ob sich alle Medikamente eines Patienten miteinander vertragen, dann mit den Krankenkassen.

Worauf man beim Line-Dance achten muss, damit der Körper sich im Einklang mit dem Rhythmus bewegt, das lehrt Monika Maier vom TGV Winzerhausen Besucher auf der großen Messebühne. Dort finden am Wochenende weitere Höhepunkte statt – Modeschauen, Kleinkunstdarbietungen oder auch musikalische Events mit My Generation sowie mit Heike Wanner.

Viele Infos für Verbraucher

Einen aufwendigen Aufbau zeigt der Messestand der Schreinerei Grau, die als Kompletteinrichter auftritt und acht Mitarbeiter sowie einen Azubi hat. Betriebsleiter Joachim Siegritz weiß nicht nur über Neuerungen in der Küchentechnik oder über Soundmöbel zu berichten, sondern auch Spannendes über Massivholz-Tischplatten zu erzählen. Einige sind ausgestellt – etwa eine aus amerikanischem Nussbaum. „Das ist aktuell fast die teuerste“, informiert er und erklärt auch gleich den Unterschied zum europäischen Nussbaum: „Der wächst nicht in den Dimensionen wie der amerikanische.“

Der 17-jährige Jonathan Riethmüller mischt sich eher zauberhaft unter das Publikum und zeigt immer wieder Münz- und Kartentricks, die zum Staunen anregen. Apropos staunen – das kann man auch am Stand von Braunbeck Bad & Heizung. Und zwar über ein Dusch-WC. „Von vielen belächelt, aber wer es hat, findet es supertoll. Im asiatischen Raum sind sie flächendeckend zu finden. Bei uns aber ist der Hygienestandard noch einiges höher“, erklärt Jürgen Braunbeck. Die Firma Daunquart ist dagegen ohne Exponate auf der Messe. Dafür aber mit einem Infoboard, das Fragen am Touchscreen beantwortet. Mit der 3D-Badplanung kann der potenzielle Kunde sein Wunschbad dann sogar per Virtual-Reality-Brille betrachten.

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