Der Großteil des Sportunterrichts wird in die Gäublickhalle verlegt, aber auch nach Höfingen. Die Stadt kann dabei mehr als nur die Pflichtstunden für die Schüler der berfulichen Gymnasien abdecken. Auch die Vereine rücken zusammen.

Leonberg - Auch der zweite Runde Tisch zwischen der Leonberger Stadtverwaltung und den Sportvereinen ist konstruktiv verlaufen. „Die Verwaltung hat einen Vorschlag unterbreitet, der dann verfeinert wurde“, berichtet die Stadtsprecherin Undine Binder-Farr. Wie schon beim ersten Treffen, als die neuere der beiden Turnhallen am Berufschulzentrum zur Notunterkunft für Flüchtlinge umgebaut wurde, sind die Sporttreibenden auch nach der Sperrung der zweiten Halle in der Not freundschaftlich zusammengerückt. In der Praxis heißt das konkret, dass einzelne Gruppen und Abteilungen Trainingszeiten zusammengelegt oder verkürzt haben, damit am Ende für jeden Verein und jede Sportart eine Trainingseinheit möglich sein wird.

 

„Den Betriebssportgruppen konnten wir jedoch kein Angebot mehr machen“, sagt Binder-Farr. Vorrangig sei der Kinder- und Leistungssport bedacht worden.

Auch für den Schulsport am Beruflichen Schulzentrum sei eine praktikable Lösung gefunden worden. Der Großteil der Stunden wird nach den Herbstferien in die Gäublickhalle Gebersheim verlagert. Die Dreifeld-Halle lässt sich in drei einzelne Sporthallen untergliedern.

„Dort haben wir tagsüber ausreichend Kapazitäten, und sie ist nah. Die Pendelzeiten für die Schüler werden als kurz sein“, erklärt die Stadtsprecherin. Den Transport müsse der Landkreis als Träger der Schule übernehmen. Einige Sportstunden werden zudem in die Strohgäuhalle Höfingen ausgelagert. Für einen Teil habe die Berufsschule anderweitig einen Platz gefunden.

Nach Auskunft des Schulleiters Werner Diebold sind etwa 750 seiner knapp 3000 Schüler von der Sperrung der zwei Hallen betroffen. Zum Berufsschulzentrum gehören drei berufliche Gymnasien. Sport ist Pflicht. Einige Schüler haben Sport sogar als Prüfungs- oder Leistungsfach gewählt.

„Wir können aber mehr als nur die Pflichtstunden abdecken“, berichtet Binder-Farr. Die Kapazitäten in Gebersheim und Höfingen reichten aus, um auch den nicht verpflichtenden, aber wünschenswerten Sportunterricht weitgehend anbieten zu können.