Leonberg Den Zusammenhalt der Gesellschaft stärken

Von Ulrike Otto 

Am Tag der Deutschen Einheit würdigt Bernhard Schuler den Einsatz von engagierten Bürgern in der Stadt.

380 Menschen sind zum Ehrenamtsempfang des OB gekommen. Foto: factum/Bach
380 Menschen sind zum Ehrenamtsempfang des OB gekommen. Foto: factum/Bach

Leonberg - Zum mittlerweile 23. Mal hat Bernhard Schuler engagierte Bürger am 3. Oktober eingeladen. Aber auch nach so vielen Empfängen kann man den Oberbürgermeister noch mit einer Neuerung überraschen. „Ich habe noch nie die Nationalhymne auf dem Akkordeon gehört“, verrät Schuler den 380 Gästen aus Vereinen und Politik in der Steinturnhalle. Denn diesmal dürfen die Harmonikafreunde Leonberg/Eltingen für Musik sorgen, die im Juni beim World Music Festival den ersten Platz belegt hatten. Und sich nun mit ein wenig Tango, der Hymne und einem Medley aus „König der Löwen“ bedanken.

Kommunen als Quell der Demokratie

Der „König von Leonberg“, mit Amtskette statt Krone und ergrauter Mähne, spricht in seiner zehnminütigen Rede über die deutsche Nationalhymne, ihre Entstehung, Verwendung und die Bedeutung von „Einigkeit und Recht und Freiheit“ in der heutigen Zeit, in der ein Vertrauensverlust in die Politik herrsche. „Der 3. Oktober ist wertvoll, weil er daran erinnert, dass Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat nicht selbstverständlich sind, sondern immer wieder aufs Neue erobert werden müssen“, sagt Schuler. Die Kommunen seien dabei der Quell der Demokratie. Damit die Politik wieder glaubwürdig sei, müsse der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden. Und das wiederum funktioniere nur mit engagierten Bürgern.

50 Jahre THW in Leonberg

Besonders hob der OB diesmal das Technische Hilfswerk hervor, dessen Leonberger Ortsverein in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, sowie die Vorstände der TSG Leonberg und des TSV Eltingen, denen in Sachen Fusion ein heißer Herbst bevorsteht. Im vergangenen Jahr hatte Schuler jene hervorgehoben, die sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzen.

„Neben diesem Engagement braucht die Gesellschaft Vertrauen und Zusammenhalt. Dies zu erhalten und, wo gefährdet, zu stärken, ist eine Aufgabe aller“, verdeutlicht der OB. Auch in Zukunft sollten sich alle gemeinsam für das einsetzen, was am Beginn der Nationalhymne stehe: Einigkeit und Recht und Freiheit.