Leonberg Der Heimvorteil nutzt Triple F nicht wirklich

Von Larissa Lewis 

Beim Musikwettbewerbs „Malfz“ siegt beim ersten von fünf Vorentscheiden die Rockband Gracefire.

Dem Publikum im Glashouse gefällt der Sound. Foto: factum/Bach
Dem Publikum im Glashouse gefällt der Sound. Foto: factum/Bach

Leonberg - Wer am Samstagabend das Glashouse in der Altstadt betrat, dem wurden direkt am Eingang drei Plastikchips in die Hand gedrückt. Dort fand nämlich der Auftakt des Band-Wettbewerbs „Malfz“ statt. Nach dem Erfolg im Vorjahr startete der Contest nun in die zweite Runde. Samantha Porsche Mafham gründete die Veranstaltung zusammen mit Benjamin Schulz. „Einfach um den Marktplatz zu beleben“, erzählt sie.

Bei fünf Vorentscheiden in Leonberger Lokalen wird jeweils die beste Band gekürt. Diese Entscheidung treffen das Publikum und die Jury zu gleichen Teilen, indem sie die Plastikchips auf ihre Lieblingsband setzen.

Die Sieger treten dann am 11. September beim „Strohländle“ auf dem Engelberg gegeneinander an. Als Hauptpreis winkt eine professionelle Ton-Aufnahme im Studio.

Eine fachkundige Jury

Gestellt wird der Gewinn von den TV Studios Leonberg, deren Geschäftsführer Sebastian Bartolitius in der „Malfz“-Jury sitzt. An seiner Seite bewerten Matthias Bauersachs von der Band Matteo und die Bringer, Thommie Müller von den Cosmic Banditos und ein Redakteur der Leonberger Kreiszeitung die Auftritte.

In Runde eins rockten drei Bands den Abend im Glashouse. Den Anfang machten Stereomaps (Rock) aus Stuttgart. Die Sängerin Stephanie und ihre drei Jungs hatten keinerlei Startschwierigkeiten und zogen das mittlerweile nicht mehr sitzende Publikum direkt in ihren Bann.

Direkt danach traten die Jungs von Triple F (Rock/Alternative) an ihre Instrumente. Die Leonberger Band, das sind Ruwen Synovzik am Bass, Fabi Bosch am Schlagzeug und Matthias Hilberer als Sänger und Gitarrist, ist der „Local Hero“ des Abends. Seit 2009 machen die drei zusammen Musik und haben in den sieben Jahren auch schon einiges erreicht. Meist spielen sie in Clubs der Region und auf kleineren Festivals.

Die jahrelange Erfahrung macht selbstbewusst. „Ich bin vor jedem Haarschnitt nervöser als vor einem Konzert“, gibt Ruwen Synovzik grinsend zu.

Matthias Hilberer sieht das nicht ganz so locker. „Kleine Auftritte sind mittlerweile kein Problem mehr, aber vor größeren Konzerten bin ich immer noch nervös.“ Auf dem Regenbogenfest in Mannheim spielten Triple F schon vor 1500 Menschen.

Ihren Auftritt im Glashouse meisterten die Jungs aber ganz entspannt. Vom ersten Lied an rissen sie das Publikum mit und motivierten es zum Mitsingen und Tanzen. Sitzen geblieben ist fast keiner der Gäste.

Heimvorteil für Triple F?

Triple F freut sich sehr, beim Bandcontest in ihrer Heimatstadt dabei gewesen sein zu dürfen. „Hauptsächlich machen wir hier mit, weil wir so viele Auftritte wie möglich haben wollen und jede Gelegenheit dafür nutzen“, erklärt Matthias Hilberer.

Last but not least war die Band Gracefire (Rock) aus Stuttgart an der Reihe. Die fünfköpfige Gruppe rockt seit 2008 gemeinsam auf Live-Auftritten im Raum Filderstadt.

Auch gegen Ende des Abends hatte das Publikum noch reichlich Energie und ließ sich von Sängerin Nicoles einzigartiger Stimme mitreißen.

Bei der Abstimmung reichte es für die Filderstädter sogar für den ersten Platz. Stereomaps schaffte es aufs Silbertreppchen. Die Leonberger Band Triple F hingegen belegte leider nur den dritten Platz. Glückwunsch an Gracefire und viel Erfolg im Finale!

Und so geht es weiter:

25. Mai, Ralph’s: Set to Revolt, Konstantin Kenntner

27. Mai, Republik Pub: Bullshit, Smokin’ Penguins, Translang

28. Mai, Mini Music Bar: Andreas Willsing, Florijan van der Holz, Die Beidschaschdegga

3. Juni, Domizil: Down Dirty Dogs, Little Beat, Simeon, Accoustible

11. September: Finale beim Strohländle




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