Leonberg Der Stadtpark steht jetzt unter Denkmalschutz

Von Arnold Einholz 

Wenn der Gemeinderat plötzlich erfährt, dass der Park ein Kulturdenkmal ist.

Die Denkmalschützer  stufen  den Stadtpark   aus  garten- und stadtbaugeschichtlichen   sowie künstlerischen Gründen  als erhaltenswertes Kulturdenkmal  ein. Foto: factum/Granville
Die Denkmalschützer stufen den Stadtpark aus garten- und stadtbaugeschichtlichen sowie künstlerischen Gründen als erhaltenswertes Kulturdenkmal ein. Foto: factum/Granville

Leonberg - Der Stadtpark Leonberg ist aus künstlerischen, stadt- und gartengeschichtlichen Gründen ein Kulturdenkmal. Mit dieser Botschaft wurden die Stadträte in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses überrascht. Besonders der Sprudlerberg, die Landschaftsarchitektur und die Kunst im Park seien prägende Elemente, davon ist das Landesdenkmalamt überzeugt. Die Entscheidung darüber ist vor wenigen Tagen gefallen.

Die Erkenntnis der Denkmalschützer ist nicht unerheblich für ein Großvorhaben, das der Gemeinderat und die Stadt­verwaltung in die Wege leiten wollen: die Teilnahme an dem Bund-Länder-Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ sowie dem Landessanierungsprogramm 2019. Diese zielen unter anderem auch darauf ab, Grünflächen und Freiräume aufzuwerten sowie funktional und gestalterisch zu ­verknüpfen als einen wichtigen Punkt für eine höhere Lebensqualität in den Städten.

Einmal im Programm, sind Zuschüsse möglich

Im Leonberg geht es darum, den Stadtpark und das Reiterstadion aufzuwerten und dafür Mittel aus dem Sanierungs­programm zu bekommen. Dafür wurde die Stadtentwicklung GmbH (Steg) aus Stuttgart beauftragt, eine vorbereitende Untersuchung für das Gebiet vorzunehmen. ­Damit kann die Verwaltung einen Antrag stellen, um in die beiden Förderprogramme aufgenommen zu werden.

Das untersuchte und potenzielle Sanierungsgebiet umfasst den Stadtpark mit dem Bürger­platz vor der Stadthalle, das Reiterstadion mit dem Festplatz sowie die Steinstraße als vernetzendes Element. Es geht darum, die städtische Gebäudeinfra­struktur wie Stadthalle und Reiterstadion zu modernisieren sowie öffent­liche Räume, also den Stadtpark, den Bürgerplatz und den Festplatz, gestalterisch aufzuwerten. Einmal in dem Programm drin, können solche Projekte durch Zuschüsse gefördert werden.

Mehr Aufenthaltsqualität

Die vorbereitende Untersuchung muss strukturelle, funktionale und bauliche Missstände aufzeigen, die mit einer Sanierung behoben werden können. Und die Fachleute von der Steg haben davon reichlich gefunden. Die reichen von minder­genutzten Flächen beim Reiterstadion mit Festplatz und den angrenzenden Grundstücken, über undefinierte Zugänge in den Stadtpark bis zu fehlenden Verbindungen, etwa zwischen Stein- und Fichtestraße

Es mangle an Aufenthaltsqualität auf dem Bürger­platz, im Stadtpark und im Reiterstadion mit dem Festplatz. Das Straßenbegleitgrün fehle und die Plätze seien gestalterisch nicht verknüpft. Auch der hohe Versiegelungsgrad wie beim Festplatz am Reiterstadion wird kritisiert. Erhebliche bauliche und energetische Mängel mit umfangreichem Sanierungs- und Modernisierungsbedarf bestehe bei der Stadthalle sowie dem Tribünenbau und dem Umlauf im Reiterstadion, befanden Christine Meyer und Ulrike Datan, die die Ergebnisse der Untersuchung vorstellten.




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