Leonberg Expertentelefon: Demenz geht uns alle etwas an!

Von red 

Die Leonberger Kreiszeitung und die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz informieren am Montag, 1. April.

Demenz geht uns alles etwas an. Foto: dpa
Demenz geht uns alles etwas an. Foto: dpa

Leonberg - Rund 1,7 Millionen Menschen in Deutschland sind aktuell an einer Demenz erkrankt, davon etwa zwei Drittel an einer Alzheimer-Demenz. Der tatsächliche Beginn der Erkrankung liegt oft schon einige Jahre zurück. Die Demenz beginnt schleichend.

Der überwiegende Anteil der Betroffenen wird zu Hause von Angehörigen gepflegt. Je nach Krankheitsstadium fordert diese Betreuung und Versorgung den Angehörigen ein Maximum an Kraft und Nerveneinsatz ab. Das Netzwerk Lokale Allianz für Menschen mit Demenz und die Leonberger Kreiszeitung bieten deshalb in jedem Quartal ein Expertentelefon mit jeweils zwei Fachkräften an, die Fragen von Bürgern direkt beantworten.

Start ist am Montag, 1. April, um 15 Uhr. Bis 17 Uhr werden in der LKZ-Redaktion Regine Bölter, Oberärztin für Altersmedizin am Krankenhaus Leonberg (Telefon 0 71 52 / 9 37 28 10), und Katja von Goetze-Siegle, Rechtsexpertin beim Betreuungsverein fish Leonberg, (Telefon 0 71 52 / 9 37 28 47) erreichbar sein.

Betroffene, Angehörige und Interessierte können anrufen

Die Experten am Telefon unterliegen der Schweigepflicht. Betroffene, Angehörige und Interessierte haben so die Möglichkeit, sich erste Informationen rund um das Thema Demenz einzuholen.

Noch löst die Diagnose „Demenz“ große Angst und Verunsicherung aus. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, umfassend zu informieren. Vertreter von Stadt, Klinikverbund Südwest, Samariterstift, Seniorenresidenz, Sozialstation, Betreuungsvereinen wie fish und Insel sowie der Stadtseniorenrat gehören dem Leonberger Netzwerk Lokale Allianz für Menschen mit Demenz an. Die Fachleute des Netzwerks sind Ansprechpartner für von Demenz Betroffene, für pflegende Angehörige von Menschen mit demenziellen Veränderungen und für Fachkräfte, die beruflich mit Demenzerkrankten zu tun haben.

Am Anfang ist es schwer, eine „normale Vergesslichkeit“ von einer Demenz abzugrenzen – jeder Mensch vergisst einmal etwas. Sich etwas merken zu können, ist auch abhängig von der momentanen seelischen und geistigen Belastung, der Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit. Nicht jede Gedächtnisstörung muss gleich eine Demenzerkrankung bedeuten. Auffälligkeiten sollten jedoch weder verharmlost noch dramatisiert werden. Klarheit bringt nur eine gesicherte Diagnose.

Die große Resonanz auf frühere Veranstaltungen und auf Beratungsangebote im Anschluss daran zeigen, wie groß das Bedürfnis nach Hintergrundwissen ist. Das Expertentelefon soll helfen. Als

Weitere Termine des Expertentelefons sind der 5. Juni, der 12. September und der 2. Dezember.