Leonberg Frischer Sound in alten Gemäuern

Von Viola Eigenbrodt 

Schüler der beiden privaten Musikschulen „Randysound“ und „GoDrum“ zeigen, was sie drauf haben.

Seit 1992 gibt es die „Randysound“, in all den Jahren haben  immer wieder solche besonderen Events stattgefunden. Foto: factum/Bach
Seit 1992 gibt es die „Randysound“, in all den Jahren haben immer wieder solche besonderen Events stattgefunden. Foto: factum/Bach

Leonberg - Seit Herbst 2018 haben sie mit viel Enthusiasmus und sehr eifrig geprobt, nun ist es endlich soweit: Die Schüler der beiden privaten Musikschulen „Randysound“ und „GoDrum“ zeigen vor engagiertem Publikum ihr mit viel Spaß an der Freud‘ erworbenes Wissen. Schon mit dem ersten Song „Somebody that I used to know“ wippen Füße und Beine, am Rand der schönen Halle wird sogleich getanzt. Geladen hatte Randy Lee Kay zum Schulfest und gemeinsamen Musizieren, zum Band­event 2019. Geboten ist ein breites Spektrum von Rockklassikern über gefühlvolle Balladen wie Lady Gagas „Shallow“ bis Beyonce oder Ed Sheerings „Perfect“. Der Saal ist brechend voll, sämtliche Familienmitglieder und Freunde sind gekommen und feiern die jungen Stars. Alle Stücke sind dabei, mit denen sich die Schüler und Schülerinnen sowie ihre Lehrer der beiden Leonberger Musikschulen in den vergangenen Monaten im Unterricht auseinandergesetzt haben.

Schüler und Lehrer teilen sich die Bühne

Seit 1992 gibt es die „Randysound“, in all den Jahren finden immer wieder solche besonderen Events statt, bei denen Schüler mit Lehrer gemeinsam ein Programm auf die Beine stellen. Denn es ist ein wichtiges Anliegen von Schulleiter und Gründer Randy Lee Kay, jungen (und auch erwachsenen) Menschen das Musizieren in Bands und Ensembles im Pop-, Rock- und Jazzbereich näherzubringen. Um ihnen die Möglichkeit zu bieten, dies auch einmal in die Tat umzusetzen, entstand die Idee zum Konzert. Nichts motiviert mehr, als ein großes Erfolgserlebnis. „Ich möchte die Lust zum ,gemeinsam Sound machen’ in den Schülern wecken und fördern“, erläutert Gründer Randy Lee Lay. Gemeinsam Krach machen ist dabei auch angesagt, wenn AC/DCs „Highway to hell“ von der Bühne mit der Lightshow donnert und das Publikum begeistert mitjohlt. Die Songs aus den Vorschlägen der Schüler werden gemeinsam ausgewählt und geprobt, wobei eine bunte Mischung aus topaktuellen Titeln und Evergreens von Rock bis Pop entsteht, auch ein wenig Jazz ist mit dabei, mit denen Schüler und Lehrer ihr Können unter Beweis stellen. Gerade beim Klavier versteckt sich die eine oder andere Blue-Note.

Den Licht-, Foto- und Videopart übernehmen Schüler, Randy Lee Kay und Martin Hauser als Schulleiter und Livemusiker greifen auf ihr gesamtes Equipment zurück, um die Bühne der Steinturnhalle mit Ton- und Lichttechnik professionell auszustatten.

Junge Leute mögen moderne Musik

Ist es einfacher, Jugendliche durch Rockmusik an ein Instrument zu führen? „Was die Jugendlichen angeht, die zu uns in die Schule kommen, das kann ich eindeutig mit Ja beantworten“, sagt der Vollblutmusiker Randy Lee Kay. „Junge Menschen fragen sich, wie man eigentlich moderne Pop- und Rockmusik mit einem Instrument erzeugt. Und genau das kann ich Ihnen beibringen.“

Wie lange dürfen sich noch junge Leute über den Unterricht bei beim Musikliebhaber freuen? „Wie lange ich noch kann, das noch mache? Wer kann schon in die Zukunft schauen, aber es wird immer gute Lehrer geben, die freundschaftlich und verantwortungsvoll mit ihren Schülern umgehen. Also ist es nicht wichtig, ob ich das jetzt bin oder ein anderer, der es auf seine Weise ebenso gut macht.“

Der frenetische Abschlussapplaus für ihren charismatischen Schuldirektor zeigt dagegen, dass es eben nicht egal ist, wer unterrichtet.