Leonberg/Heilbronn Trinkwasser kostet 2018 etwas weniger

Von Arnold Einholz 

Die Bodensee-Wasserversorgung verabschiedet Bernhard Schuler als Verbandsvorsitzenden.

Roland Klenk (Mitte rechts) übernimmt das Amt von Bernhard Schuler (Mitte links). Foto: privat
Roland Klenk (Mitte rechts) übernimmt das Amt von Bernhard Schuler (Mitte links). Foto: privat

Leonberg - Auf der 73. Verbandsversammlung der Bodensee-Wasserversorgung haben die Delegierten der 183 Verbandsmitglieder den bisherigen Vorsitzenden, Oberbürgermeister Bernhard Schuler, verabschiedet und Roland Klenk, den Oberbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen, ins Amt gewählt. Klenk leitet den Verband turnusmäßig bis 2019, zusammen mit den Stellvertretern, dem Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn und dem Esslinger OB Jürgen Zieger.

Wasserpreis wird günstiger

Eine gute Nachricht ist, dass wegen der hohen Wasserabgabe im Jahr 2016 der durchschnittliche Wasserpreis beim Abschluss des Jahres mit 54,3 Cent pro Kubikmeter günstiger ausgefallen ist als geplant. Im kommenden Jahr 2018 können die Städte und Gemeinden, die in Baden-Württemberg ihr Trinkwasser aus dem Bodensee beziehen, mit einem Wasserpreis von 57,5 Cent pro Kubikmeter rechnen, das ist geringfügig günstiger als 2017.

„Die Bodensee-Wasserversorgung ist ein öffentliches Unternehmen, das kostenbewusst wirtschaftet“, sagte Michael Stäbler, der kaufmännische Geschäftsführer. Der Verband gehöre deutschlandweit zu den günstigsten Fernwasserversorgern und die Verbandsmitglieder könnten sich weiterhin auf günstige Preise verlassen.

Die Wasserlieferung an die Verbandsmitglieder wird bis zum Ende des Jahres 2017 bei gut 127 Millionen Kubikmeter liegen. Die Wasserqualität des Bodensees ist nach wie vor sehr gut. Auf Ablehnung stoßen im Verband die Pläne für den Bau von Fischzuchtanlagen im See. Der Bodensee ist Trinkwasserspeicher für insgesamt fünf Millionen Menschen. „Um die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser sicherzustellen, sind die Wasserwerke auf eine möglichst hohe Qualität des Seewassers angewiesen. Dieser Nutzung muss Vorrang vor den kommerziellen Interessen einiger weniger eingeräumt werden,“ fordert Christoph Jeromin, technischer Geschäftsführer der Bodensee-Wasserversorgung.

Vorsorge gegen den Klimawandel

Zum Jahr 2018 haben sechs Verbandsmitglieder ihre Beteiligungsquote erhöht, sie haben jetzt die Möglichkeit, mehr Trinkwasser zu beziehen. Darunter ist auch die Renninger Wasserversorgungsgruppe, der neben Renningen auch Rutesheim angehört. Die hat ihren Bezug um vier Liter auf 41 Liter in der Sekunde erhöht. Als Gründe wurden die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung auch in heißen, trockenen Zeiten und Vorsorgemaßnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels genannt.

Nach einer Betriebsdauer von annähernd 60 Jahren wird die Bodensee-Wasserversorgung in den nächsten Jahrzehnten weite Teile ihrer Anlagen erneuern und sanieren und dabei rund 20 Millionen Euro investieren. Zu den großen Investitionen, die die Verbandsversammlung genehmigt hat, gehört ein neues Laborgebäude in Sipplingen, die Revision einer der sechs Rohwasserpumpen im Seepumpwerk, Sanierungsarbeiten an mehreren Wasserbehältern und die Erneuerung von Leitungen.




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