Leonberg Hoffnungsträger fördern Projekte für Flüchtlinge

Von Arnold Einholz 

Kirchengemeinden, Vereine und Werke können Mittel beantragen.

100 000 Euro will die Hoffnungsträger Stiftung ausgeben. Foto: dpa
100 000 Euro will die Hoffnungsträger Stiftung ausgeben. Foto: dpa

Leonberg - Ein Förderprogramm mit einem Gesamtvolumen von 100 000 Euro hat die Leonberger Hoffnungsträger Stiftung aufgelegt, um Initiativen für Flüchtlinge finanziell zu unterstützen. „Das Programm richtet sich an christliche Gemeinden, Vereine und Werke, die Projekte in diesem Bereich umsetzen, Flüchtlinge in ihrer persönlichen Entwicklung stärken und bei der Integration unterstützen“, sagt Axel Jeroma, der Sprecher der Hoffnungsträger Stiftung.

„Zentrales Anliegen der Stiftung ist es, dass die Projekte direkt den Flüchtlingen zugute kommen und darin vorrangig Ehrenamtliche tätig sind“, erläutert Marcus Witzke, der geschäftsführende Vorstand der Hoffnungsträger Stiftung. Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Unterstützung von Projekten sei deren Nachhaltigkeit. Möglich sind Anträge für Initiativen in Themenbereichen wie Wohnen, Arbeit, Sprache, Bildung, Kinder und Jugend sowie Gesellschaft und Ehrenamt.

Es gibt zwei Förderstufen

Damit möglichst viele verschiedene Projekte von dem Programm profitieren können, gibt es zwei Förderstufen: 1000 Euro erhalten Vorhaben, die gerade an den Start gehen. 5000 Euro gibt es für Initiativen, die bereits länger bestehen und wachsen wollen. „Reine Koordinierungs- und Vernetzungstätigkeiten sowie bloße Weiterbildungsmaßnahmen sind nicht förderfähig“, erläutert Sprecher Jeroma. An der Ausschreibung teilnehmen können nur gemeinnützige oder öffentlich-rechtliche Körperschaften. Dies ist bei der Antragstellung entsprechend zu bescheinigen. Eine Unterstützung wirtschaftlicher Geschäftsbetriebe mit Mitteln aus dem Förderprogramm ist nicht möglich.

Die Antragsstellung ist ausschließlich online auf der Webseite der Hoffnungsträger Stiftung möglich. Ein entsprechendes Formular steht dafür bereit. Antragsschluss ist der 15. Juli 2016. Danach werden die in Frage kommenden Projekte von der Stiftung und einer Fachkommission ausgewählt. Die ausgewählten Antragsteller werden zeitnah von der Stiftung informiert.

Im Mittelpunkt steht der Schutz des Lebens

Die Hoffnungsträger Stiftung mit Sitz in Leonberg gibt es seit 2013. Sie steht Menschen zur Seite, die auf der Suche nach Schutz und einem würdevollen Leben sind. Die Stiftung setzt sich für die Integration von Flüchtlingen in Deutschland ein, und vermittelt weltweit Kindern, deren Väter oder Mütter im Gefängnis sitzen, eine Patenschaft. Darüber hinaus fördert die Hoffnungsträger Stiftung ausgewählte Projekte im sozialen Bereich im In- und Ausland.

Vorsitzender des Stiftungsrates ist Tobias Merckle, der zugleich Gründer der Hoffnungsträger Stiftung ist. Weitere Stiftungsratsmitglieder sind Jürgen Kugler (Landesbank Baden-Württemberg), Achim Halfmann (Geschäftsführender Redakteur CSR News), Ruth Merckle (Unternehmerin), Thorsten Riewesell (Vorsitzender von Jumpers), Michaela Stitz (Consultant) sowie Christoph Waffenschmidt (Vorstandsvorsitzender World Vision Deutschland).




Veranstaltungen