Leonberg Kater Buddy vom Mammutbaum gerettet

Von Ulrike Otto 

Ein Kätzchen ist zu hoch geklettert. Zwei Baumpfleger helfen selbstlos.

Kater Buddy ist gerettet. Foto: privat
Kater Buddy ist gerettet. Foto: privat

Leonberg - Zwei Tage ist Kater Buddy schon weg. „Erst am Sonntag fand ich ihn gefangen auf einem 20 Meter hohen Mammutbaum im Pomeranzengarten“, ­berichtet Angelika Liebetrau aus Leonberg. Das kleine Kätzchen, gerade mal ein Dreivierteljahr alt, hat sich etwas zu übermütig in den Baumwipfel vorgewagt. Und traute sich nun nicht mehr runter. Was also tun? Angelika Liebetrau wandte sich in ihrer Not an eine lokale Gruppe auf Facebook. Plötzlich klingelte das Handy. „Eine Frau sagte mir, ihr Mann würde Garten und Landschaftspflege sowie Forstarbeiten machen und wäre bereit, zu helfen“, berichtet Liebetrau. Mit Frau und beiden Kindern kam er nach Leonberg, zog die Ausrüstung an und kletterte nach oben. Doch der ­Wettergott spielte nicht mit. Es stürmte, regnete, ganz oben waren dann auch die ­Äste zu dünn. „Wir mussten abbrechen, doch Manuel Schweizer versprach, am Montag mit seinem Bruder wiederzukommen“, berichtet die Katzen-Mama. „Buddy saß inzwischen ganz oben. Was muss er die kalten Nächte durchgemacht haben?“

Am Ende ist die Katze im Sack

Diesmal ging der Bruder Michael Schweizer, der bei der Gärtnerei Kriesten arbeitet, nach oben. Nach bangen Minuten die gute Nachricht: Er hat ihn. Buddy wird in einen Sack gesteckt und vorsichtig ab­geseilt. „Wir waren alle glücklich und erleichtert. Am meisten bestimmt Buddy“, berichtet eine sichtlich erleichterte Angelika Liebetrau am Mittwoch der LKZ. Der schwarze Kater sei zwar ausgelaugt nach Tagen auf dem Mammutbaum ohne Futter und Wasser. Aber es gehe ihm gut.

Eine Rechnung schrieben ihr die beiden Baumsteiger nicht. „Ich möchte mich noch einmal bei Manuel und Michael Schweizer von ganzem Herzen für ihren Einsatz ­bedanken. Sie haben die Strapazen auf sich genommen und einem hilflosen Tier geholfen, ohne etwas zu verlangen. Sie sind ­Helden“, erklärt die Leonbergerin, für die der Einsatz nicht selbstverständlich ist.