Leonberg: Neues Programm der Volkshochschule Mit Mut ins neue Semester

Von Henning Maak 

Das aktuelle Programm der Volkshochschule bietet rund 900 Kurse, Vorträge und Exkursionen.

Im Bereich Kunst bietet die VHS unter anderem Kurse zu „Großformatiges Arbeiten“, „Vielfalt Farbe“ oder „Vielfältige Möglichkeiten von Acryl“ an. Foto: VHS
Im Bereich Kunst bietet die VHS unter anderem Kurse zu „Großformatiges Arbeiten“, „Vielfalt Farbe“ oder „Vielfältige Möglichkeiten von Acryl“ an. Foto: VHS

Leonberg - Mut ist das Schwerpunktthema des neuen Programms der Volkshochschule (VHS) Leonberg, das vom morgigen Mittwoch, 30. August, an in Rathäusern, Ortschaftsverwaltungen, Banken, Schreibwarengeschäften und in der Bücherei kostenlos ausliegt. Auch im Internet sind alle Kurse von Mittwoch an unter der Adresse www.vhs.leonberg.de zu finden. Bearbeitet werden die Anmeldungen von kommenden Montag, 4. September, an.

Rund 900 Veranstaltungen führt das 100 Seiten starke Heft auf. „Die ganze Bandbreite des menschlichen Wissens steckt hinter dem blauen Umschlag“, fasste VHS-Leiter Uwe Painke die Angebots­palette zusammen. Mit Kursen, Vorträgen und Exkursionen soll ein breites Publikum angesprochen werden. Etwa ein Drittel der Veranstaltungen findet in den Außenstellen in Renningen, Rutesheim, Weil der Stadt und Weissach statt.

Mehr Exkursionen als die VHS Stuttgart

Rund 20 Veranstaltungen im bis Anfang Februar laufenden Semester stehen unter dem Semesterschwerpunkt Mut. „Wir wollen Interessenten dazu ermuntern, Kurse zu besuchen, die sie sonst vielleicht eher meiden würden“, sagt Painke. Dazu gehörten beispielsweise Kursangebote wie „Nein sagen will gelernt sein“, Schlagfertigkeitstraining oder gar ein Tandem-Sprung mit dem Fallschirm. „Ein Stück weit haben wir uns bei der Wahl des Themas von der Antrittsrede des neuen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier inspirieren lassen“, erklärt Painke.

Bekannt ist die Leonberger VHS für ihren hohen Anteil an Exkursionen. „Mit den rund 100, die wir anbieten, liegen wir sogar noch vor der VHS Stuttgart“, sagt Painke nicht ganz unbescheiden. Im Herbstsemester, das am 25. September ­beginnt, gibt es Ausfahrten ins „Mittelalterliche Kraichgau“ oder nach Mühlhausen im Elsass, wo unter anderem das französische Eisenbahnmuseum seinen Sitz hat. „Dort kann man den Eisenbahnwaggon von Napoleon besichtigen“, erklärt Painke.

Angeboten wird zudem eine Wanderung auf den Spuren des Württemberger Weins (mit Verkostungen und Kunstführungen) oder eine Führung im Schloss Hohentübingen, in dem Mammutelfenbeinfiguren zu besichtigen sind, die gerade neu ins Weltkulturerbe der Menschheit aufgenommen wurden. Aber auch regionale Sehenswürdigkeiten wie die Martinskirche in Sindelfingen oder der Hoppenlaufriedhof in Stuttgart stehen auf dem Programm. Eine Studienreise führt zu den Bregenzer Seefestspielen, wo im kommenden Jahr Georges Bizets Oper Carmen aufgeführt wird. Länderkundliche Vorträge gibt es über den Indian Summer in den Neu­englandstaaten der USA und die Tier- und Pflanzenwelt von Costa Rica.

Im Bereich Geschichte und Politik hält der im Iran geborene Nahost-Experte Matt­hias Hofmann Vorträge zur Lage in der Türkei und Afghanistan. Im Fach­bereich Recht gibt es in der Außenstelle Renningen erstmals einen Informationsabend zum Thema „Digitaler Nachlass: Wie vererben sich meine Daten im Internet?“

Studium generale für Ältere und „Junge VHS“ für Kinder

Die Montagsakademie – eine Art Studium generale tagsüber für Ältere – behandelt im zehnten Jahr unter anderem Fragen der Philosophie, Kunstgeschichte und aktueller Nahostpolitik.

Für 16- bis 25-Jährige ist der Kurs „Basic Cooking für junge Leute“, im dem gesunde und preiswerte Alternativen zu Fastfood aufgezeigt werden.

Der Fachbereich Bewegung , der in den vergangenen Jahren die meisten Zuwächse verzeichnet hat, bietet auch im kommenden Jahr viele Schnupperstunden im Bereich Fitness und Tanz. „Allerdings besteht das Risiko, dass ein ganz spezieller Kurs zum Zeitpunkt der Schnupperstunde bereits ausgebucht ist“, warnt Painke.

Einer der größten Fachbereiche bleibt das Sprachenangebot, das von Englisch und Französisch bis Schwedisch und Ungarisch reicht. Neue Wege geht die VHS bei der beruflichen Bildung: So genannte Webinare im Internet zu feststehenden Zeiten garantieren, dass ein bestimmter Zertifizierungsabschluss auch erreicht werden kann. An Acht- bis Zwölfjährige wendet sich die „Junge VHS“, bei der Themen wie „Warum explodieren Vulkane“ oder „Meteoriten“ anschaulich behandelt werden.




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