Leonberg Nicht immer ist das notwendige Geld vorhanden

Von Arnold Einholz 

Für dringende Projekte wie ein Vereinszentrum und das Leobad steht die Finanzierung in den Sternen.

Beim  Engelbergsteigen klettern Bergfreunde an der  Fassade der  Spitalschule  herum –    bald werden es aber Bauarbeiter sein. Foto: privat
Beim Engelbergsteigen klettern Bergfreunde an der Fassade der Spitalschule herum – bald werden es aber Bauarbeiter sein. Foto: privat

Leonberg - Mit vergangenen Investitionen ist es nicht getan: Das Gebäudemanagement der Stadt muss in die Zukunft blicken, denn für neue und bereits laufende Projekte sieht die mittelfristige Finanzplanung bis 2019 eine Summe von fast 60 Millionen Euro vor. Darin nicht enthalten ist vieles, worüber bereits heftig debattiert wurde, das Geld dafür aber fehlt.

Das Rathaus ist das größte Projekt

Das größte Bauprojekt mit rund 25 Millionen Euro ist das neue Rathaus, das bis Ende 2016 bezugsfertig sein muss. Doch in der Statistik der Investitionen bis 2022 bringt es das Rathaus auf gerade einmal 21 Prozent, denn in den nächsten Jahren rücken die Schulen in dem Vordergrund.

Bereits vom Gemeinderat auf den Weg gebracht ist die Sanierung des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Um Fassaden und Fester energietechnisch auf den neuesten Stand zu bringen, müssen 6,4 Millionen Euro ausgegeben werden. Auch beschlossen ist, dass die Spitalschule und das Kinderhaus eine energetische Sanierung für 5,2 Millionen Euro bekommen. Die Gerhart-Hauptmann-Realschule soll für vier Millionen Euro saniert werden – doch das ist vom Rat noch nicht abgesegnet.

35 Prozent der Investitionen fließen in Schulen

Festgezurrt ist dagegen die neue Mensa der August-Lämmle-Schule für 2,8 Millionen Euro. Ein Neubau ist auch in der Grundschule Warmbronn geplant. Das wird voraussichtlich mit 3,8 Millionen Euro zu Buche schlagen. „Mit 35 Prozent werden die Schulen das größte Stück vom Investitionskuchen der kommenden zehn Jahre bekommen“, meinte Hubertus Borrmann, der kaufmännische Leiter des städtischen Gebäudemanagements.

Bei den Kitas geht es um die Sanierung des Oberlinhauses für 2,3 Millionen Euro. Auch ein neuer Kindergarten Ezach/Schopfloch für 2,5 Millionen Euro ist im Gespräch. Doch wahrscheinlich wird davor einer im Bereich der nördlichen Stuttgarter Straße gebaut – das Amt für Jugend, Familie und Schule hat bereits nachgehakt.

Das Wohngebäude Ried­straße für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen kostet 3,25 Millionen Euro. Und die Sanierung der Sauna (2,7 Millionen Euro) muss noch abgerechnet werden.

Notreserve für Wohnungsbau

Da sind noch ganz andere Brocken, die zwar dringend sind, deren Finanzierung aber noch in den Sternen steht. Es geht um fast 10 Millionen Euro, um das Leobad zukunftsfähig zu machen. Auch von den Kosten für ein gemeinsames Sportzentrum von TSV und TSG werden wohl 6 bis 7 Millionen Euro an der Stadt hängenbleiben.

Dazu kommt noch das „Soziale Haus“ im ehemaligen Warmbronner Stöckhof-Kindergarten. Das soll Räume für die Sozialstation, die Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen und eine Tapir-Gruppe für Kleinkinder bieten – geschätzte Kosten rund 2,5 Millionen Euro. „Eingeplant ist zudem eine Notfallreserve von vier Millionen Euro für weitere Wohngebäude“, erläuterte Hubertus Borrmann.




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