Leonberg OB: Neue Superhelden braucht die Stadt

Von Arnold Einholz 

Der Wirtschaftsrat, aber auch die Stadträte haben hohe Erwartungen an die möglichen OB-Kandidaten.

Ein Super-OB  für   viele   Wünsche. Foto: Fotolia
Ein Super-OB für viele Wünsche. Foto: Fotolia

Leonberg - Wer kennt die Adressen von Superman oder von seiner Cousine Supergirl? Der oder die sollte sie zügig einer der Leonberger Gemeinderatsfraktionen zukommen lassen. Dann können die sich nämlich entscheiden, ob sie ihn oder sie für die Oberbürgermeisterwahl im September vorschlagen.

Es muss schon jemand mit Superkräften sein, um den Vorstellungen von einem neuen Oberbürgermeister zu entsprechen, die der Leonberger Wirtschaftsrat den anwesenden Stadträten jetzt im Stadthallen-Restaurant Corfu Palace unterbreitet hat.

Emphatisch und charismatisch, motivierend und begeisternd, optimistisch und humorvoll, vertrauensvoll und seriös, offen und ehrlich, geduldig und belastbar, positive Streitkultur, selbstbewusste Autorität – dass sind allein die Anforderungen an seine Persönlichkeit.

Hinzu kommen noch ebenso lange Wunschlisten, was seine Fachkompetenz, seinen Umgang mit Bürgern, Vereinen und Gemeinderat sowie sein Einsatz in der Stadtverwaltung betreffen.

Freie Wähler wollen mit dem/der Neuen das Verkehrsproblem lösen

Eines konnten Elke Staubach (CDU), Wolfgang Schaal (Freie Wähler), Ottmar Pfitzenmaier (SPD) und Dieter Maurmaier (FDP) für ihre Parteien und Fraktionen verraten: Alle haben sich auf die Suche gemacht. Es wird entweder ein Kandidat oder eine Kandidatin sein. Alle Fraktionen können sich zwar Bewerber aus Leonberg vorstellen, sähen es aber lieber, wenn sie von außerhalb kämen mit einer völlig neuen, unvoreingenommenen Sicht auf die Stadt. „Nicht die Gemeinderatsfraktion, sondern unser Stadtverband ist für die Kandidatensuche zuständig“, erläuterte die CDU-Fraktionschefin Elke Staubach. Aber letztendlich waren sich alle Stadträte einig, dass sie zwar Vorschläge machen können, es aber an den Wählern liegt, wer das Amt bekleiden wird.

Aber die eine oder andere Fraktion ließ auch durchblicken, was sie sich vom neuen Amtsinhaber verspricht. Die Neue Liste und die SPD etwa wünschen sich ein Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, anstatt nur eines Wirtschaftsförderers als Einzelkämpfer. Die Freien Wähler wollen mit ihm oder ihr das Leonberger Verkehrsproblem lösen. „Das ist entweder eine Nord-West-Umfahrung oder ein Altstadt-Tunnel“, sagte Wolfgang Schaal.




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