Leonberg Parkleitsystem: Stadt drückt aufs Tempo

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Moderne Hinweistafeln werden im September im Rat diskutiert.

Ein modernes Parkleitsystem, wie hier in Hamburg, soll es bald auch in Leonberg  geben. Foto: dpa
Ein modernes Parkleitsystem, wie hier in Hamburg, soll es bald auch in Leonberg geben. Foto: dpa

Leonberg - Ein modernes Parkleitsystem, mit dem die Autofahrer zu den freien Parkhäusern und -plätzen gelenkt werden, nimmt konkrete Formen an. „Wir werden dem Gemeinderat nach der Sommerpause einen Vorschlag machen“, kündigt der Baubürgermeister Klaus Brenner auf Anfrage unserer Zeitung an.

Die Chancen, den Autofahrern eine dringend nötige Orientierungshilfe bei der Suche nach einem Stellplatz zu geben, sind so gut wie selten. Erst Anfang August hatte Brenner im Berliner Bundesverkehrsministerium drei Förderbescheide für Leonberger Verkehrsprojekte entgegengenommen. Der Bund unterstützt ein Parkleitsystem mit knapp 500 000 Euro.

Selbst Einheimische sind nicht immer informiert

Damit sollen jetzt Digitaltafeln angeschafft werden, die die Fahrer zu den Standorten der Parkhäuser bringen und gleichzeitig anzeigen, wie viele Stellplätze frei sind. In den meisten Städten ist dieses Prinzip längst üblich. In Leonberg hingegen wissen selbst Einheimische bisweilen nicht, wie sie in das Altstadt-Parkhaus oder in die Hanggarage kommen.

Gleichzeitig wird in der Ratssitzung am 25. September das Anschaffen digitaler Anzeigeschilder für Bushaltestellen auf den Weg gebracht. Auch dafür gibt es Geld aus Berlin: Knapp 202 000 Euro fließen, um die Tafeln, die die Buslinien, die Zielorte und eventuelle Verspätungen anzeigen, zu finanzieren. Momentan gibt es die moderne Fahrgastinformation nur am Bahnhof.

Zuschuss für den Verkehrsrechner

Schließlich können die Leonberger Kommunalpolitiker mit einer weiteren Zuwendung aus der Hauptstadt rechnen: Für den Verkehrsrechner, der schon seit Jahren gefordert wird, schießt das Ministerium von Andreas Scheuer 262 000 Euro zu. Damit sollen Ampelschaltungen so gesteuert werden, dass der Verkehr besser fließen kann. Momentan kämpfen sich in der nachmittäglichen Rushhour die Autos in der Innenstadt von Ampel zu Ampel.

Wie es mit dem umstrittenen Bezahlsystem im Altstadt-Parkhaus weitergeht, ist noch nicht klar. Bisher müssen die Nutzer die Parkzeit vorab bezahlen.




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