Leonberg: Ungewöhnliche Kunstwerke Führung durch die Ausstellung der Skulpturen

Von hem 

Die Kulturamtsleiterin Christina Ossowski erklärt die 19 verschiedenen Kunstwerke.

Der Sonntagsfahrer ist eines der 19 Kunstwerke. Foto: Wolfgang Melzer
Der Sonntagsfahrer ist eines der 19 Kunstwerke. Foto: Wolfgang Melzer

Leonberg - Eine Führung durch die Skulpturenausstellung „Grenzüberschreitungen erleben“ der Steinmetz- und Steinbildhauerinnung Ludwigsburg/Böblingen/Rems-Murr auf der alten Autobahntrasse bietet Christina Ossowski, die Leiterin des Kulturamts, am kommenden Sonntag, 20. August, um 11.15 Uhr an. Treffpunkt ist der Zugang zum Gelände Ecke Blosenbergstraße/Sonnenscheinweg, die Führung endet am Brombeerweg. Allen Teilnehmern wird empfohlen, festes Schuhwerk zu tragen, da der Weg über eine naturbelassene Wiese führt.

Ungewöhnlicher Ausstellungsort

Entgegen der sonst üblichen Orte für Skulpturenpfade in Parks oder im Stadtraum hat sich die Steinmetzinnung Ludwigsburg/Böblingen/Rems-Murr für ihre Jahresausstellung in Leonberg einen Ort des Übergangs, das einstige Autobahngelände unterhalb des alten Engelbergtunnels, ausgewählt. Mitveranstalter sind der Bürgerverein Eltingen und die Stadt Leonberg. Der frühere Asphalt und der tosende Verkehr sind gewichen, seit die Autobahn 1999 mit der Eröffnung des Engelbergbasistunnels aufgegeben worden ist. Die Werke, die eigens für diese Ausstellung entstanden sind, bleiben ein ganzes Jahr bis zum 3. Juni 2018 auf dem Gelände.

Gemeinsamer Nenner aller 19 Kunstwerke ist ein einheitlicher Sockel aus einem gepressten Schrott-Auto. Dieses umgeformte, seinem Daseinszweck entzogene Automobil bildet einen Gegensatz zu den Steinarbeiten. Das Ergebnis ist ein Dialog zwischen Auto, einstiger Autobahn, heutiger grüner Landschaftsschneise und deren Anwohnern.

21 Steinmetze sind beteiligt

An der Ausstellung sind 21 Steinmetze und Steinbildhauer beteiligt, die aus Leonberg, Ditzingen, Pleidelsheim, Waiblingen, Herrenberg, Böblingen, Magstadt, Backnang, Pforzheim, Schriesheim, Schwieberdingen, Mainhardt, Ludwigsburg und Stuttgart kommen. Die Skulptur der Leonbergerin Katja Geisselhardt musste allerdings entfernt werden, weil sie durch Vandalismus stark beschädigt worden ist. Zwei weitere sind durch Schmierereien verunstaltet.

Besucher des Rundgangs können handwerkliche Bearbeitungen unterschiedlicher Gesteine von Kalkstein über Sandstein bis hin zu Marmor sehen.




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