Leonberg Weniger Dreckschleudern, weniger Feinstaub

Von Ulrike Otto 

An der Schadstoff-Messstelle Grabenstraße wird deshalb künftig nur noch Stickstoffdioxid erfasst.

Noch immer ist die Grabenstraße stark befahren, die Situation hat sich aber gebessert. Foto: LKZ
Noch immer ist die Grabenstraße stark befahren, die Situation hat sich aber gebessert. Foto: LKZ

Leonberg - Während in der benachbarten Landeshauptstadt schon zwei Mal in diesem Jahr der Feinstaubalarm ausgerufen wurde, kann sich Leonberg mit besserer Luft rühmen. „Die Feinstaubgrenzwerte sind in den vergangenen Jahren eingehalten worden. Deshalb werden die Messungen in der Grabenstraße eingestellt“, teilt der Oberbürgermeister Bernhard Schuler mit und fügt scherzend hinzu: „Das ist etwas, worum mich der Stuttgarter OB Fritz Kuhn beneidet.“

Wobei die Kunde dennoch einen Haken hat: Zum einen sind die Grenzwerte für Stickstoffdioxid nicht dauerhaft unterschritten worden, die Messungen dazu werden also weitergeführt. Die Messstation unterhalb der Kreissparkasse wird deshalb auch stehen bleiben.

Dass die Feinstaubwerte die Höchstgrenze nicht mehr überschreiten, bedeutet zwar nicht, dass die Werte wirklich niedrig sind. So wurde beispielsweise der Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft im vergangenen Jahr an zehn Tagen überschritten. 35 Überschreitungen sind hier erlaubt. Dennoch hat sich die Gesamtsituation im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert. Vor dem Umbau der Grabenstraße wurden jährlich etwa 30 Tagesüberschreitungen gezählt. Der Mittelwert für Feinstaub lag 2015 bei 21 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Erlaubt ist das Doppelte. In den Vorjahren hatte der Wert zwischen 27 und 30 Mikrogramm gelegen.

Zum Vergleich: Am „dreckigsten Ort“ im ganzen Land, dem Neckartor in Stuttgart, verzeichnete die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) im vergangenen Jahr 72 Tagesüberschreitungen bei einem Mittelwert von 37 Mikrogramm. Auf der Internetseite der LUBW lassen sich die Werte für Leonberg, aber auch alle anderen Messstationen bis 2006 zurückverfolgen.