Leonberg Windböen verzögern den Rathaus-Abriss

Von Ulrike Otto 

Solange es stark weht, kann der Schutzvorhang zwischen Alt- und Neubau nicht aufgehängt werden.

Ein Schutzvorhang, der an dem rechten Kran hängt,  sorgt dafür, dass beim Abbruch des Rathaus-Altbaus keine Bruchstücke das neue Gebäude beschädigen. Foto: factum/Bach 16 Bilder
Ein Schutzvorhang, der an dem rechten Kran hängt, sorgt dafür, dass beim Abbruch des Rathaus-Altbaus keine Bruchstücke das neue Gebäude beschädigen. Foto: factum/Bach

Leonberg - Das Wetter macht den Bauarbeitern einen Strich durch die Rechnung. Angesichts stärkerer Windböen ist der Abriss des Rathaus-Altbaus am Belforter Platz am Dienstagvormittag abgebrochen worden. „Wegen des Windes kann der Schutzvorhang, der an einem Kran befestigt ist, nicht aufgehängt werden“, sagt die Stadtsprecherin Undine Thiel. Dieser könnte sonst den 25 Millionen Euro teuren Neubau beschädigen.

Wann weitergearbeitet werden kann, steht nicht fest. Das Bauunternehmen entscheide das zwei Mal täglich aktuell. Der Vorhang könne aber nur aufgehängt werden, wenn es über einen längeren Zeitraum fast windstill ist. Die Abrissfirma bleibt aber nicht untätig. Statt in luftiger Höhe wird am Boden weitergearbeitet. So werden aus dem Schutt noch verwendbare Wertstoffe aussortiert, damit diese abtransportiert werden können.

Abriss dauert bis Mitte März

Geplant war ursprünglich, bis Donnerstag oder spätestens Freitag die sechs oberirdischen Stockwerke abzubrechen. Danach kann der Schutzvorhang verschwinden, auch wenn weiter an den beiden Untergeschossen gearbeitet wird. Die Arbeiten dauern voraussichtlich noch bis Mitte März. Danach müssen der ganze Bauschutt noch abtransportiert und die Löcher wieder verfüllt werden. Anschließend steht die Gestaltung des Außengeländes an. Die Arbeiten betreffen den gesamten Bereich rings um das neue Rathaus. So sind vor dem Eingangsportal Sitzstufen, ein Wasserspiel und eine Linde als Blickfang geplant. An der Seite zur Schellingschule sollen Fahrradstellplätze geschaffen werden, außerdem rings herum Gehwege und Grünflächen. Bis Juni soll alles fertig sein. Voraussichtlich am Sonntag, 9. Juli, wollen Oberbürgermeister Bernhard Schuler und seine Mitarbeiter die Bürger dann zu einem Tag der offenen Tür in den neuen Verwaltungssitz einladen.

Lindenstraße: Leitungen für Layher

Dass die Lindenstraße derzeit in Höhe Rathaus halbseitig gesperrt ist, hat übrigens nichts mit dem Abriss zu tun, sondern vielmehr mit dem Wohnbau-Projekt auf dem Layher-Areal. In dem Bereich werden neue Rohre verlegt, um die neu entstehenden Wohnungen mit Fernwärme versorgen zu können. Dazu werden die Fernwärmeleitungen der Stadtwerke Sindelfingen verlängert. Gleichzeitig verlegen die Stadtwerke Leonberg eine neue Wasserleitung, während die Firma Netze BW Versorgungsleitungen erneuert. Noch voraussichtlich bis 13. März bleibt die Baustelle bestehen. So lange ist es nicht möglich, von der Eltinger in die Lindenstraße abzubiegen.




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