Der Neue ist auch der Alte: Bei ihrer Hauptversammlung haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Leonberg ihren Kommandanten Wolfgang Zimmermann mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Markus Kucher und Andreas Schneider bleiben erster beziehungsweise zweiter Stellvertreter. Wie im vergangenen Jahr hielten die Brandschützer ihr Treffen nicht als steife Abarbeitung von Tagesordnungspunkten ab, sondern setzten erneut auf die Dienste von Radiomoderatorin Hannah Krause.
Auch unangenehme Themen blieben nicht außen vor
Sie half auch dabei, in der Gebersheimer Gäublickhalle unangenehme Themen anzusprechen wie den Zwischenfall aus dem Juli 2023. Damals sind aus einem mit fünf Wehrleuten besetzten Einsatzfahrzeug über die Lautsprecheranlage rechtsradikale Parolen gegrölt worden. Der Fahrer war zudem betrunken. Das Quintett ist bis heute suspendiert. „Natürlich haben wir das auch bei der Versammlung noch einmal thematisiert“, so Zimmermann auf Nachfrage, „die Staatsanwaltschaft ermittelt nach wie vor.“ Der Tagesordnungspunkt oblag Stellvertreter Markus Kucher. Zimmermann betont: „Es ist wichtig, das aufzuarbeiten.“
Natürlich gab’s, wie es sich für eine Jahreshauptversammlung gehört, einige Rückblicke und Statistiken. 551-mal rückte die Leonberger Feuerwehr im Jahr 2023 aus: Dazu gehörten 130 Brandalarme, 197 technischen Hilfeleistungen, 22 Umwelteinsätzen und 93 sonstigen Alarmen. Zum Stichtag 1. Januar ist die Wehr 352 Personen stark: 206 davon engagieren sich bei den Einsatzabteilungen Gebersheim, Warmbronn, Höfingen und eben Leonberg. Zur Jugendfeuerwehr gehören derzeit 44 Mädchen und Jungen, 70 Personen zählt die Altersfeuerwehr, 26 der Schalmeienzug. 15 neue Feuerwehrleute gibt es in Leonberger Reihen, allerdings beendeten auch einige Mitglieder den aktiven Dienst. Vier Personen wechselten in die Altersabteilung. Schön derweil: Es gibt elf neue Jugendfeuerwehrleute, der Schalmeienzug freut sich über elf neue Musiker.
Läuft die Leonberger Wehr bald im Imax-Kino?
Besonders bei der diesjährigen Versammlung: Es gibt eine Dokumentation über die Leonberger Feuerwehr. Eine Woche lang wurden die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit begleitet. Daraus gab es einige Einspielfilmchen zu sehen. „Die gesamte Dokumentation wollen wir nach dem Pferdemarkt im Leonberger Imax-Kino schauen“, kündigt Wolfgang Zimmermann an, „sozusagen als Weltpremiere.“