Blumen, Kultur, Politik und Sport: Eine große Delegation aus Leonberg hat in Belfort die seit fast fünf Jahrzehnten währende Partneschaft bekräftigt.

Es geht in Richtung halbes Jahrhundert: Schon seit 46 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Leonberg und dem ostfranzösischen Belfort am Rande des Elsass. In dieser langen Zeit ist es zur guten Tradition geworden, dass sich die Menschen aus beiden Städten regelmäßig gegenseitig besuchen. Besonders die Kontakte zwischen Vereinen, Kirchengemeinden und Schulen sind Fundament der Partnerschaft.

 

Rund 70 Leonberger waren jetzt zum Partnerschaftswochenende nach Belfort gereist. Mit dabei waren Oberbürgermeister Martin Georg Cohn (SPD), die Stadträte Harald Hackert (SALZ), David Korte (FDP), Christa Weiß (SPD) und Sebastian Werbke (Grüne). Den Jugendausschuss vertraten Frenike Keller, Karolin Kreiner und Luzian Häbe. Außerdem fuhren Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters und des Jugendorchesters der Jugendmusikschule mit. Auch die Evangelische Kirchengemeinde, der Modelleisenbahnclub und die Naturfreunde Leonberg waren vertreten.

Eine blühende Partnerschaft

Sichtbares Zeichen für die blühende Partnerschaft war der Blumenmarkt „Belflorissimo“, den der Bürgermeister Damien Meslot und sein deutscher Kollege Cohn gemeinsam eröffneten. Einige Tage zuvor hatten Leonberger Gärtner dort ein Beet gestaltet.

Jugendarbeit in mittelgroßen Städten – das war das große Thema der Delegierten des Leonberger Jugendausschusses mit der Leiterin des Belforter Jugendinformationsbüros, Sophie Cheviron.

Stadtentwicklung ist bei den französischen Partnern ebenfalls ein großes Thema. Aktuell wird dort das Kunstmuseum „Tour 41“ erweitert. Auch Handball spielt in Belfort eine ähnliche große Rolle wie in Leonberg. Klar, dass die Gäste aus Deutschland die französischen Sportler im Heimspiel gegen Torcy kräftig anfeuerten. Leider ohne Erfolg: Die Gäste setzten sich mit 41 zu 34 durch.

Da die Städtepartnerschaft zwischen Belfort und Leonberg aus der Freundschaft der beiden Kirchengemeinden wuchs, besuchte die Delegation einen deutsch-französischen Gottesdienst. Musikalischer Höhepunkt war das gemeinsame Konzert der Jugendmusikschule, des Orchesters „Tir‘Pouss“ und den „Cordes dansantes“ des Conservatoire Henri Dutilleux du Grand Belfort. Daran waren mehr als 30 Jugendliche des Jungen Orchesters und des Jugendsinfonieorchesters der Jugendmusikschule Leonberg beteiligt.