Im vorigen Jahr siegte noch ein Team des Leonberger Pferdesportzentrums Benzenbühl bei der Leonberger Stadtmeisterschaft. Nun wurde der Modus dieses Wettbewerbes, gerichtet an alle Reitsportler die einem Leonberger Reitverein angehören, ihre Wohnanschrift in Leonberg oder auch bloß ihr Pferd in einem Leonberger Stall stehen haben, ein wenig verändert. „Wir führten erstmals drei Einzelwertungen durch“, erläuterte Jörg Widmaier, der Chef des Reitstalles Benzenbühl.
Prompt sollten alle drei Einzeltitel, eingeteilt in die Klassen mit 80 Zentimeter, 90 Zentimeter und 105 Zentimeter hohen Hindernissen, in seinen Stall gehen. „Ich bin sehr happy und auch stolz, denn es sind alles Schülerinnen von mir, flotte Benzenbühl-Reiterinnen eben“, meinte Widmaier, der selbst nicht antrat. „Ich starte“, verriet der 41-jährige S-Klassespringreiter, „das erste Mal in dieser Saison im März beim Weil der Städter Hallenreitturnier.“
Im 105 Zentimeter hohen Springparcours setzte sich Sarah Widmayer mit Clintett, einer 2012 geborenen und von Clinton abstammenden Hannoveraner-Stute, durch. Lisa Diebold mit Canolito und Emily Widmaier mit Current Market hießen die Geschlagenen. Für Widmayer (20), mit bisher drei L-Siegen auf ihrem Erfolgskonto und im vorigen Jahr die Gesamtsiegerin des Sparkassencups des Pferdesportkreises Böblingen, ein perfekter Einstieg ins neue Reitsportjahr.
Emily Widmaier, 16-jährige springreitende Tochter von Jörg Widmaier, durfte stattdessen im Sattel von Zweitpferd Alumba (13) im 90 Zentimeter-Springen als neue Stadtmeisterin jubeln. Das Benzenbühl-Talent gewann vor Tina Hettich mit Cristallo und Jule Reusch auf Lynn. Im 80 Zentimeter-Springen wurde Michelle Schmidt, eine 30-jährige Benzenbühl-Starterin, Stadtmeisterin auf Blue Night Shadow, vor Janina Schwanitz mit Gran Glenn und Angelina Sophie Kopp mit Oz of Cajal.
RFV-Chefin Opalla ist sehr zufrieden
„Wir haben wieder einen schönen Tag mit vielen Gästen im Reit- und Fahrverein Leonberg erlebt, die ein bisschen Pferdeluft beschnuppern konnten“, lautete das erste Fazit von RFV-Chefin Petra Opalla. Wieder mal sorgte die Stadtmeisterschaft für ein ideales Hereinschnuppern eines anschließenden Schauprogramms, durchgeführt von Katrin Malchin mit Vorführungen aus der Dressur, dem Voltigieren, einer Freiheitsdressur, einer Jugend-Quadrille und Kindern aus der Ponygruppe des RFV Leonberg. Das Programm endete mit Ponyreiten für die Kinder aus dem Publikum. „Das ist immer sehr begehrt und da wird schon Minuten vorher Schlange gestanden“, verdeutlichte Opalla.
Elektriker rettet die Siegerehrung
Die Reithalle sei von Beginn an voll und sehr gut besucht gewesen. „Einen Schreckmoment hatten wir als uns kurz vor der Siegerehrung der Strom für 15 Minuten ausfiel und die Musikanlage nebst Mikrofon und Gastronomie ausfiel, doch zum Glück konnte ein Elektriker aus dem Publikum helfen“, berichtete Petra Opalla, die somit gemeinsam mit Oberbürgermeister Martin Georg Cohn die drei Stadtmeisterinnen mit gebührender und wieder funktionierender Beschallung ehren konnten.
„Unser OB“, stellte die Vereinsvorsitzende erfreulich heraus, „übergab die Schleifen persönlich und steckte sie ans Zaumzeug der Pferde.“ Sehr schade sei, meinte die 55-Jährige, dass am Montag viele Schüler zur Schule gehen müssten. Denn dann kommt im Rahmen des Leonberger Pferdemarkts Peter Teeuwen (60/Warendorf), Bundestrainer der Junioren und Jungen Reiter, auf die Tilgshäusle-Anlage des Reit- und Fahrvereins Leonberg und gibt einen Schauunterricht.