Hereinspaziert: Melanie Wolf alias Lady Amanda in ihrem „Zaub-O-Mat“. Foto:
Melanie Wolf aus Leonberg ist eine der wenigen Frauen im Zaubergeschäft. Mit ihrem „Zaub-O-Mat“ bietet sie als Lady Amanda Magie auf kleinstem Raum und wird bundesweit gebucht.
Nathalie Mainka
29.12.2025 - 13:42 Uhr
Wenn sie ihr Publikum in die faszinierende Welt der Magie entführt, verwandelt sich Melanie Wolf in die geheimnisvolle Lady Amanda – in schwarzem Gewand gekleidet mit wallender dunkelbrauner Lockenmähne. Sobald sich die Türen ihres „Zaub-O-Mats“, dem wohl kleinsten Zaubertheater der Welt, öffnen, zieht sie die Menschen mit ihren Tricks in den Bann. Dann vereinen sich Zaubertechnik, Haltung und Ausstrahlung zu einer eigenen Form der Kunst.
Lady Amanda fesselt ihre Zuschauer mit schönen Geschichten. Bevor ein Trick überhaupt beginnt, schafft sie einen Raum, der neugierig macht. Am liebsten verblüfft sie ihr Publikum mit Kartenroutinen und bringt dabei geschickt ihre mit Liebe zum Detail konstruierten „Zaubermaschinen“ mit ins Spiel. Und selbstverständlich hält sie sich strickt an die Zauberregel Nummer eins: „Verrate niemals einen Trick.“
Die Leonbergerin Melanie Wolf alias Lady Amanda wird mit ihrem kleinen Zaubertheater in ganz Deutschland für Veranstaltungen wie Stadt- und Straßenfeste oder auch für Märkte gebucht. Für andere Events wie Geburtstage, Firmenfeiern oder Hochzeiten ist sie auch als Close-Up-Zauberkünstlerin unterwegs. „Mit kleinen Zaubereien zu Beginn einer Veranstaltung oder an den Tischen lässt sich perfekt das Eis brechen, wenn sich beispielsweise in einer Gesellschaft viele noch gar nicht kennen.“
Eine weitere kreative Alternative, die „Hirnschmalz-Schmelze“, bietet sie gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Arndt Embacher für Festivitäten an. „Unsere Geduldsspiele und knifflige Knobeleien versprechen viel Spaß und sorgen für gute Stimmung bei verschiedenen Festen“, sagt Melanie Wolf. Selbst wenn sie privat unterwegs ist – ein Kartenspiel ist immer in ihrer Handtasche dabei. „Und wenn die Gäste vielleicht mal etwas gelangweilt sind, führe ich ein paar Tricks vor und schon steigt die Stimmung.“
„Was gibt es Schöneres als zu staunen?“ Melanie Wolfs magischer Beginn
Die 48-Jährige, die in Eberdingen aufgewachsen ist und über Schwieberdingen und Ditzingen nach Leonberg kam, ist schon früh der Magie verfallen. „Eine Schulfreundin hatte mir damals einen Trick gezeigt, wie sie eine scheinbar ungeöffnete Banane mit einem Papp-Schwert berührte, daraufhin die Schale entfernte und Bananenstücke zum Vorschein kamen. Das hat mich unglaublich fasziniert, denn was gibt es Schöneres als zu staunen – nicht nur als Kind“, schwärmt Melanie Wolf. Sie bekam eine Zauberkiste geschenkt und übte unermüdlich. „Ich kann mich da richtig reinfuchsen.“
Durch eine geheimnisvolle Kugel nimmt Zauberin Lady Amanda Verbindung zu ihrem Publikum auf. Foto: Wolfgang Steidle
Ihre ersten Tricks führte sie im Familienkreis vor. „Ich war nie die Rampensau und zu schüchtern, um vor fremden Menschen aufzutreten“, sagt sie und lacht. Als ihre Mutter vor vielen Jahren ein Gemeindefest organisiert hatte, bat diese ihre Tochter um eine kleine Aufführung. Die willigte schließlich ein. „Es kam super an und nach dem Auftritt hatte ich ein intensives Glücksgefühl“, erinnert sich Wolf. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda wurde sie ab sofort bei dem einen oder anderen Fest engagiert.
Das Zaubern ist das leidenschaftliche Hobby der Leonbergerin
Während der Corona-Pandemie hat Melanie Wolf an der Entwicklung ihres „Zaub-O-Mats“, die kleine Zauberkiste, gearbeitet. Mit ihren Ideen ging sie zu einem Schreiner, der ihr aus Holz das Theater baute, das sie dann mit goldenen Säulen, rotem Samt, Spiegeln und vielen verspielten Zauber-Utensilien schmückte. Nach langer Suche fand sie auch ein hübsches Zelt, das sie bei Freiluftauftritten über ihren „Zaub-O-Mat“ stellt und somit noch mehr Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Bei Hitze ist es zudem ein guter Sonnenschutz.
Während ihres Sabbatjahrs 2023 kümmerte sich die kaufmännische Angestellte intensiver um ihr leidenschaftliches Hobby, das zum zweiten beruflichen Standbein geworden ist. Sie besuchte regelmäßig Messen, bekam viele Angebote und baute die Kontakte zu anderen Zauberern auf. „Ich habe mittlerweile ein gutes Netzwerk, das ist für den gegenseitigen Austausch sehr wertvoll.“ Von ihren Kollegen lässt sie sich noch immer gerne verzaubern. „Es gibt so viele Genres, von Bühnenzauberei oder Großillusionen habe ich beispielsweise keine Ahnung, da komme auch ich so richtig ins Staunen“, sagt die Leonbergerin, die während ihres Sabbatjahrs auch das Foodsharing-Häuschen auf dem Festplatz in der Steinstraße erbaute, um Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten.
Lady Amanda inspiriert junges Mädchen Generation – ein berührender Moment
Unter den Zauberern sei sie als Frau in der Minderheit. „90 Prozent sind Männer“. bedauert Melanie Wolf. Umso berührender sei für sie ein Erlebnis gewesen, als ein Vater mit seiner Tochter die Show von Lady Amanda anschaute. „Das Mädchen war so begeistert, dass der Vater mit ihr in den nächsten Laden ging und ihr ein Zauberbuch kaufte. Das machte mich so glücklich, wenn ich andere inspirieren darf. Wir haben heute noch Kontakt.“
Zauberei und knifflige Knobeleien
Kontakt Die Zauberin Melanie Wolf alias Lady Amanda ist unter der Rufnummer 01 75 /6 68 83 35 zu erreichen. Amanda@Zaub-O-Mat.de lautet ihr E-Mail-Kontakt. Zauber-Eindrücke gibt es auf ihre Homepage www.Zaub-O-Mat.de im Internet.
Knobeleien Die „Hirnschmalz-Schmelze“ – Geduldsspiele und knifflige Knobeleien – ist telefonisch erreichbar unter 01 71 / 2 46 73 38. E-Mails gehen an knobelei@hirnschmalzschmelze.de, im Netz ist der „perfekte Lückenfüller“ unter knobeleien@hirnschmalzschmelze zu erreichen.