Leonbergs Partnerstädte Ein Rovinjer Platz zum Jubiläum – aber wo?

Rovinjs Altstadt mit der Kirche der Heiligen Euphemia. Seit 30 Jahren ist die kroatische Stadt mit Leonberg verpartnert. Foto: pixabay
Rovinjs Altstadt mit der Kirche der Heiligen Euphemia. Seit 30 Jahren ist die kroatische Stadt mit Leonberg verpartnert. Foto: pixabay

Leonberg feiert im Oktober doppelte Städtepartnerschaft: 50 Jahre mit Berlin-Neukölln und 30 Jahre mit Rovinj.

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Leonberg - Auf dem Belforter Platz steht das Rathaus, am Neuköllner Platz befindet sich das Leo-Center und nach dem thüringischen Lobenstein ist zumindest eine Straße südlich des Stadtparks benannt. Nur die Adria-Stadt Rovinj ist bislang als einzige Leonberger Partnerstadt noch nicht im Stadtplan verewigt. Das soll sich aber bald ändern. Denn immerhin feiert die Große Kreisstadt Anfang Oktober ganz groß das doppelte Partnerschaftsjubiläum: Seit 50 Jahren besteht die Städtepartnerschaft mit dem Berliner Bezirk Neukölln, seit 30 Jahren mit dem kroatischen Rovinj.

Platz für Rovinjer Platz gesucht

Wenn die 50 Gäste aus der Hauptstadt und die 30 Gäste von der Adria am Engelberg eintreffen, soll möglichst auch eine Platzbenennung auf dem Festprogramm stehen. „Wir wurden vom Gemeinderat beauftragt, uns Gedanken darüber zu machen“, sagt Soline Klute, die bei der Stadtverwaltung für die Städtepartnerschaften zuständig ist. Die erste Wahl dafür wäre ein Freiplatz auf dem neuen Postareal. „Hier entscheidet sich bald, ob die Planungen vorankommen“, sagt Timon Friedel, der Referent des Oberbürgermeisters Martin Georg Cohn. Zuletzt hatte es immer wieder Kritik aus dem Gemeinderat an den Plänen des Investors gegeben. „In jedem Fall dauert die Realisierung noch mindestens drei Jahre. Vielleicht kann man bis Oktober einen Spatenstich setzen“, erklärt Friedel.

Postareal, Stadthallenvorplatz oder Eltingen?

Ein Rovinjer Platz auf dem ehemaligen Postgelände liege damit auf einer Achse mit dem Neuköllner Platz, dem Belforter Platz und der Altstadt. „Das hätte dann einen verbindenden Charakter“, sagt Friedel. „Zweite Wahl“ sei der kleine Platz an der Kreuzung See- und Grabenstraße, wo sich derzeit das Belforter Beet befindet. Eine Umbenennung des Bürgerplatzes vor der Stadthalle habe eine Mehrheit im Gemeinderat ja abgelehnt.

Der Sozialausschuss des Gemeinderates hatte sich in seiner jüngsten Sitzung zwar mit dem Festprogramm zum doppelten Jubiläum zu befassen. Doch das Thema Platz wurde dabei auch ausführlich diskutiert. So sprach sich Dirk Jeutter (CDU) dafür aus, die Variante Bürgerplatz-Umbenennung nicht von vornherein auszuschließen, blieb mit dieser Meinung aber allein. Für einen Spatenstich auf dem Postareal während des Festwochenendes konnten sich viele Räte erwärmen. Gitte Hutter (Linke) schlug vor, den Blick auch auf Eltingen zu erweitern.

Maultaschenworkshop und Fotoausstellung

„Man könnte vielleicht auch das ehemalige TSG-Gelände mit aufnehmen, da wird ja auch gebaut“, regte Jutta Metz (Freie Wähler) an. David Korte (FDP) brachte daraufhin auch das Bauprojekt der Kreissparkasse an der Grabenstraße als möglichen Ort ins Spiel. „Vielleicht auch für einen kleinen Stein für Bad Lobenstein“, sagte er. Immerhin steht hier für 2021 das 30-Jahr-Jubiläum an. Die Vorschläge im Ausschuss wurden gesammelt und sollen später in einem eigenen Punkt behandelt werden.

Das Festprogramm segnete der Ausschuss anschließend einstimmig ab. Für das Jubiläum vom 8. bis 11. Oktober sind unter anderem ein Festakt mit Partnerschaftskonzert in Gebersheim, eine Ausstellung Neuköllner Künstler im Galerieverein, ein Jugendaustausch, verschiedene Ausflüge etwa ins Kloster Maulbronn, ein Maultaschenworkshop sowie eine Fotoausstellung zu den Städtepartnerschaften im Leo-Center geplant. Die Kosten belaufen sich auf etwa 28 000 Euro.




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