Lesung mit Gunter Haug Aus dem schwäbischen Nähkästchen

Gunter Haug hat sich in die Geschichte Schwabens eingearbeitet. Foto: Lg/Max Kovalenko
Gunter Haug hat sich in die Geschichte Schwabens eingearbeitet. Foto: Lg/Max Kovalenko

Wie hat es Emil Jellinek geschafft, Daimler, Bosch und Porsche zu Weltfirmen zu machen? Antworten auf Fragen wie diese kennt der Journalist und Buchautor Gunter Haug – in seinem neuen Buch hat er sie aufgeschrieben.

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Stuttgart - Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach, Robert Bosch – die Liste der Persönlichkeiten, die Baden-Württemberg und insbesondere Stuttgart zu einer erfolgreichen Wirtschaftsmetropole gemacht haben, ist lang. Doch wie hat es der Österreicher Emil Jellinek geschafft, Bosch, Daimler und Porsche zu Weltfirmen zu machen? Und wann war sich Ferdinand Porsche darüber im Klaren, dass er nur in Stuttgart den Durchbruch schaffen würde? Die Antworten darauf kennt der Journalist und Autor Gunter Haug. Am Donnerstag hat er im Haus der Wirtschaft sein neues Buch „Schwäbische Sternstunden. Wie wir Weltspitze geworden sind“ vorgestellt.

„Eigentlich ist der Otto-Motor von Wilhelm Maybach ans Laufen gebracht worden. Und der Erfinder ist ein Schweizer Uhrenmacher, der eine hohe Abfindung dafür von Nicolaus Otto erhalten hat, dass er dieses Geheimnis für sich behält. Otto war nur der Schnellste, der den Otto-Motor als Patent angemeldet hat“, plaudert Haug aus dem Nähkästchen. Der Schriftsteller, Zeitungs- und Fernsehjournalist hat sich tief in die baden-württembergische Geschichte eingearbeitet. Mit leichter Feder erzählt er biografische Tatsachenromane, historische Romane und Bücher zur süddeutschen Landeskunde.

Bundesweit Schlagzeilen gemacht

Für sein Werk „Die Rose ohne Dorn – Irene von Byzanz, die Königin des Hohenstaufen“ und seine Vorträge über die „Lady Di des hohen Mittelalters“ wurde ihm erst im August vom „Freundeskreis Irene Maria von Byzanz“ auf dem Hohenstaufen die Irenen-Medaille verliehen. Ebenfalls erwähnenswert ist sein Buch „Dieses eine Leben“, das im September 2006 erschien. Es handelt von einer wahren Begebenheit, dem Leben und dem gewaltsamen Ende von August Voll, dem Großvater von Haugs Ehefrau, in den Jahren zwischen 1933 und 1945. Sein Werk machte bundesweit Schlagzeilen, weil darin die realen Namen von Opfern und Tätern in der NS-Zeit genannt werden. Auch dieses Buch ist im Landhege-Verlag als Taschenbuch erschienen, wie auch seine Bestseller „Niemands Tochter“ und „Niemands Mutter“.

In seinem neuesten Werk erzählt er Anekdoten und Geschichten aus einer Zeit, in der aus dem einstigen Armenhaus Europas, dem verarmten Königreich Württemberg, der sprichwörtliche Motor für die ganze Welt geworden ist. „Haug ist spezialisiert auf schwäbische Käpsele, Tüftler und Erfinder. Es ist immer wieder ein Vergnügen ihn zu lesen“, lobte ihn Gerhard Raff, schwäbischer Kolumnist und ebenfalls Autor beim Landhege-Verlag, in seiner Einführungsrede. Nach der Buchbesprechung hatten die rund 30 Teilnehmer noch die Gelegenheit, dem Autor Fragen zu stellen und sich ihr Buch signieren zu lassen.




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