Letzter Weltumsegler erreicht den Hafen Ari Huusela, der doppelte Kapitän

Ari Huusela hat den Hafen von Les Sables-d’Olonne am Freitagvormittag erreicht und feiert seine Ankunft nach der Weltumrundung. Foto: AFP/LOIC VENANCE
Ari Huusela hat den Hafen von Les Sables-d’Olonne am Freitagvormittag erreicht und feiert seine Ankunft nach der Weltumrundung. Foto: AFP/LOIC VENANCE

Der Sieger der Regatta Vendee Globe erreichte das Ziel bereits vor 36 Tagen, nun ist auch der letzte Teilnehmer in Frankreich eingetroffen. Der Finne Ari Huusela könnte auch viel schneller um die Welt jetten.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)

Stuttgart - Der Mann kommt rum in der Welt. Ari Huusela besitzt einen Pilotenschein, er saß schon im Cockpit einer Saab 340, einer Douglas DC-9, in einem Airbus A320, einem Airbus A330 und A340 – und mittlerweile fliegt er als Kapitän der Finnair einen Airbus A350 auf den asiatischen Strecken. Der 58 Jahre alte Finne hat in seiner Kapitänskarriere schon mehr als 25 000 Flugstunden gesammelt. Also in seiner Karriere als Flug-Kapitän. Denn der Mann aus Helsinki kennt sich auch als Kapitän zur See hervorragend aus: Auf den Weltmeeren hat Käpt’n Huusela bereits auf mehr als 50 000 zurückgelegte Seemeilen gebracht.

Nun hat der Weltenumrunder an der Vendee Globe teilgenommen, der Regatta für Einhandsegler rund um die Welt. Ari Huusela war dabei übrigens der erste Skandinavier, der sich auf dieses Abenteuer eingelassen hat – nun ist er am Freitag um 7:46 Uhr MEZ als letzter Starter nach 116 Tagen, 18 Stunden, 15 Minuten und exakt 46 Sekunden in der französischen Hafenstadt Les Sables-d’Olonne über die imaginäre Ziellinie gesegelt. Er landete 36 Tage nach dem französischen Sieger Yannick Bestaven in dem Städtchen am Atlantik an, das etwa 50 Kilometer nördlich von La Rochelle liegt. Ari Huusela feierte seine Ankunft mit Leuchtraketen, es ging schließlich darum, überhaupt die Weltumrundung zu schaffen. Der Weg war das Ziel, nicht die höchste Geschwindigkeit. Wenn Kapitän Ari Huusela wirklich schnell um den Globus reisen möchte, dann setzt er sich ins Cockpit seines Airbus A350.

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