Leuchtender Bahnsteig in Bad Cannstatt Bahn sieht Verbesserungsbedarf

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Vor kurzem hat der leuchtende Bahnsteig der S-Bahn in Bad Cannstatt den Mobilitätspreis erhalten. Dort signalisieren in Betonplatten eingelassene Leuchtdioden über die günstige Positionen zum Einsteigen. Doch die S-Bahn sieht Verbesserungsbedarf.

Die Leuchtdioden auf dem Bansteig markieren den Bereich, wo man am besten einsteigt. Foto: Andreas Vamhorn
Die Leuchtdioden auf dem Bansteig markieren den Bereich, wo man am besten einsteigt. Foto: Andreas Vamhorn

Stuttgart - Zwar hat der leuchtende Bahnsteig im Bahnhof Bad Cannstatt erst vor wenigen Tagen den Deutschen Mobilitätspreis des Bundesverkehrsministeriums erhalten, dennoch plant die S-Bahn Verbesserungen. Die Information der Fahrgäste soll ausgebaut und die Technik besser eingesetzt werden. Das kündigte Dirk Rothenstein, Chef der S-Bahn, auf einem Vorort-Termin mit dem Grünen-Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel an.

Viele Möglichkeiten

Auf Bahnsteig 2 im Bahnhof Bad Cannstatt, wo die S-Bahnen halten, sind in Betonplatten nach einem innovativen Verfahren Leuchtdioden eingelassen, die verschiedene Farben annehmen können. Seit Ende Februar testet die Bahn die Anwendungsmöglichkeiten. So kann damit die Länge der S-Bahn und der Haltepunkt der Türen angezeigt werden. Zudem ist es möglich unter Mithilfe der Videokameras, die in den S-Bahn-Wagen montiert sind, die Fahrgäste mittels unterschiedlicher Farbgebung auf dem Bahnsteig zu den Bereichen zu lotsen, in denen es noch ausreichend Sitzplätze gibt. „Das Ziel ist, die Haltezeiten zu reduzieren, um den Fahrplan verlässlicher einzuhalten“, sagte Rothenstein. Dies sei gelungen, so Rothenstein, der aber keine Einzelheiten nennen wollte.

System hat Schwächen

Allerdings haben sich auch Schwächen des Systems gezeigt: So sind die kleine Leuchtpunkte tagsüber, besonders bei Sonneneinstrahlung und über eine größere Strecke, schwer zu erkennen. Auch die Hoffnung, dass die Wegeleitung mit grünen, roten und weißen Pfeilen für die Fahrgäste intuitiv verständlich sei, hat sich nicht erfüllt. Rothenstein kündigte deshalb an, dass man in den nächsten Wochen die Fahrgäste besser über die Lichtzeichen und ihre Bedeutung informieren will. Zudem werde man die Anzeige auf die Länge der S-Bahnen und die Besetzung der Abteile konzentrieren. Zudem sind größere Leuchtfelder in Erprobung, die an weiteren Haltestellen eingebaut werden könnten.

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