Lichtenwald Schon bald blühen bunte Blumen

Von Philipp Braitinger 

Die Garten AG der Grundschule legt im Rahmen des Projekts „Blühender Landkreis“ vor dem Schulhaus eine Wiese für Biene, Hummel und Co. an, um dem Insektensterben entgegenzuwirken.

Mit viel Elan griffen die Kinder zu Harken und Schaufeln. Foto: Horst Rudel
Mit viel Elan griffen die Kinder zu Harken und Schaufeln. Foto: Horst Rudel

Lichtenwald - Summ, summ, summ, Bienchen summ herum – die Zeilen dieses fröhlichen Kinderliedes passen immer seltener zur traurigen Wirklichkeit. Die Zahl der Insekten nimmt nämlich dramatisch ab. Um dem Insektensterben entgegenzuwirken haben am Donnerstag neun Kinder der Garten AG der Grundschule in Lichtenwald eine rund zwanzig Quadratmeter große Insektenwiese angelegt. „Wir wollen unseren Bienen Nahrung zur Verfügung stellen“, fasste die Amtsleiterin für Bau und Naturschutz beim Landkreis Esslingen, Christina Werstein, das Ziel der Aktion zusammen. Es wurden Schafgarbe, Mohn und Natternkopf gesät. Die Schulaktion „Schule wird zur Blühinsel für Biene, Hummel und Co.“ ist Teil der Landkreisaktion „Blühender Landkreis“.

Viele Menschen stören sich an ungemähten Wiesen

In die Grundschule hat es die Aktion über das Rathaus in Lichtenwald geschafft. Der Bürgermeister Ferdinand Rentschler bedauert, dass es auf Verkehrsinseln und anderen Gemeindegrünflächen kaum möglich ist, blühende Pflanzen wachsen zu lassen. Viele Einwohner störten sich an nicht regelmäßig gemähten Wiesen, berichtete Rentschler am Rande der Bepflanzungsaktion an der Grundschule. Er finde das schade. Umso mehr habe er darauf gehofft, dass der „Blühende Landkreis“ vielleicht bei der Garten AG auf Gegenliebe stößt.

Die Hoffnung des Bürgermeisters scheint sich nun zu erfüllen. Die Kinder waren mit Eifer beim Pflanzen. „Ich habe schon eine Blase an der Hand“, berichtete der 9-jährige Jonas stolz. Sein Schulkamerad Samuel (9) freute sich, bei der Garten AG ungestört arbeiten zu dürfen. „Zuhause sind immer die Eltern im Garten“, erklärte er. In der Schule dürfe er selbst zu Schaufel und Harke greifen, sagte der Junge.

Die erste Insektenwiese wurde einfach abgemäht

Dass offenbar viele Menschen am Anblick einer nicht kurz gemähten Wiese Anstoß nehmen, davon kann die Schulleiterin Bettina Schopf aus erster Hand berichten. Ein erster Versuch zum Anlegen einer Insektenwiese sei daran gescheitert, dass ein Nachbar der Schule einen Gefallen tun wollte. Er mähte die Wiese ab. „Aber wir geben nicht auf, wir probieren es noch mal“, sagte Schopf. Sie hofft, dass die neue Blumenwiese direkt vor dem Schulgebäude nicht erneut abgemäht wird.




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