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Liederhalle Stuttgart Asya Fateyeva liebt den Klang des Saxofons

Von Gabriele Metsker 

Die in der Ukraine geborene Saxofonistin Asya Fateyeva tritt am 8. März gemeinsam mit dem Stuttgarter Kammerorchester in der Liederhalle auf. Sie spielen Stücke von Eggert, Glasunov, Rachmaninow und Mussorgski. Es dirigiert Matthias Foremny.

Saxofonistin Asya Fateyeva kommt am 8. März nach Stuttgart. Foto: Neda Navaee
Saxofonistin Asya Fateyeva kommt am 8. März nach Stuttgart. Foto: Neda Navaee

Frau Fateyeva, was lieben Sie an Ihrem Instrument besonders? Warum haben Sie sich gerade für dieses In­strument entschieden?

Ich glaube, der Klang war entscheidend. Und natürlich die unglaubliche Flexibilität und die vielen Möglichkeiten, mit dem Instrument einen passenden Ausdruck zu finden. Aber auch das physische Empfinden war wichtig: Man spürt den Klang mit dem ganzen Körper und gestaltet ihn mit der eigenen Luft – das fand ich faszinierend.

Bei Kompositionen von Glasunov und Rachmaninow denkt man nicht unbedingt gleich an Saxofonklang. Welche Seite des Saxofons kommt bei solchen Werken besonders gut zur Geltung?

Ich finde, dass Glasunovs Konzert für das Saxofon sehr viel Nostalgisches in sich hat. Glasunov komponierte es, als er schon lange in Paris gelebt hatte. Als sein spätes Werk verleiht der Meister dem Soloinstrument sehr viele lyrische Passagen und man genießt die unerwarteten Modulationen dabei.

Alexander Glasunov ist in den Konzertsälen hierzulande nicht so oft zu hören. Warum haben Sie sich für seine Komposition entschieden?

Das ist eines der ersten Solokonzerte für mein relativ junges Instrument. Ich bewundere Glasunovs polyfonische Komposition und wie fein er die Re­lation zwischen dem Soloinstrument und dem Kammerorchester abstimmt. Aber auch die nostalgische Tiefe sowie die Hoffnung und Freude am Schluss inspirieren mich.

Was unterscheidet das Repertoire des Saxofons von dem anderer Musik­instrumente?

Es ist eines der jüngsten Instrumente. Natürlich haben seine Geschwister viel längere Traditionen und Lebensläufe. Das Saxofon wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris patentiert, durch den Belgier Antoine-Jo­sephe Sax. Rein theoretisch könnte sich das Instrument noch in die romantische Zeit und die Werke von Schumann oder Brahms organisch einfügen. Aber es liegt an den Traditionen, der Ausbildung der Musiker und der damaligen Verbreitung ohne Internet, dass es einige Zeit dauerte, bis man Anfang des 20. Jahrhunderts für das Saxofon endlich die ersten Solowerke mit Orchester schuf. Das waren Komponisten wie Debussy, Schmitt, Ibert und eben Glasunov.

Welches Stück für Saxofon müsste unbedingt noch geschrieben werden?

Sehr viele! Sowohl Solo-, Doppel- und Tripelkonzerte als auch verschiedenste Kammermusikkombinationen. Die einzelnen Mitglieder der Saxofon­familie wie Sopran, Alt, Tenor und Bariton – wobei es auch Sopranino und Bass gibt – sind eine großartige klangliche Bereicherung. Das hatte man schon ganz am Anfang festgestellt, als das Saxofon 1846 das Licht der Welt erblickte.

Asya Fateyeva und das Stuttgarter Kammerorchester: 8. März, 20 Uhr, Liederhalle, Tickets 07 11 / 2 24 77 20