Linksverteidiger des VfB Stuttgart Flankt Borna Sosa bald für die deutsche Nationalmannschaft?

Borna Sosa vom VfB Stuttgart könnte bald für das DFB-Team auflaufen. Foto: imago images/Roland Krivec
Borna Sosa vom VfB Stuttgart könnte bald für das DFB-Team auflaufen. Foto: imago images/Roland Krivec

Es wäre ein echter Coup von Joachim Löw und Co.: Medienberichten zufolge will sich der DFB künftig die Dienste von Borna Sosa sichern. Der Linksverteidiger des VfB Stuttgart hat auch bereits die deutsche Staatsbürgerschaft.

Digital Unit: Christian Pavlic (pavl)
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Stuttgart/Zagreb - Bundestrainer Joachim Löw hat für die Fußball-Europameisterschaft einen Kandidaten mehr: Stuttgarts Linksverteidiger Borna Sosa hat das Einbürgerungsverfahren durchlaufen und ist ab sofort für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt. „Wir können bestätigen, dass Borna Sosa die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat“, teilte der VfB unserer Redaktion auf Anfrage mit. Zuvor hatte bereits „Sky“ darüber berichtet.

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Der 23 Jahre alte Kroate hat bisher nur in den Nachwuchsmannschaften seines Geburtslandes gespielt, unter anderem 19-mal für die U21. Deshalb könnte Sosa künftig theoretisch für das DFB-Team auflaufen.

Sosa hatte sich in dieser Saison beim Aufsteiger in den Vordergrund gespielt. In 23 Bundesliga-Partien bereitete der offensivstarke Profi immerhin neun Tore des VfB vor. Sosa, dessen Vertrag in Stuttgart noch bis 2025 läuft, hat mit seinen Leistungen auch das Interesse größerer Clubs in Europa geweckt. 2018 war er von Dinamo Zagreb zu den Schwaben gewechselt.

DFB-Probleme auf der Linksverteidiger-Position

Joachim Löw hatte zuletzt auf der linken Abwehrseite immer wieder experimentiert. Als Kandidaten auf dieser Position gelten Robin Gosens von Atalanta Bergamo oder Marcel Halstenberg von RB Leipzig. In zwei der drei vergangenen WM-Qualifikationsspielen verteidigte gar der Dortmunder Emre Can, der normalerweise zentral agiert, auf links.

„Wir kennen den Jungen und beobachten ihn. Wir glauben, dass Borna Sosa das Potenzial zum deutschen Nationalspieler hat“, wurde DFB-Direktor Oliver Bierhoff am Freitag von der „Bild“ zitiert. Ob Sosa, wie medial spekuliert, schon ein Kandidat für die EM in diesem Sommer sein könnte, war unklar. „Wir schauen bei unserer Beurteilung natürlich auch über die EM hinaus“, sagte Bierhoff.

Die Einbürgerung Sosas wurde nur möglich, da dessen Mutter in Berlin geboren wurde und dort aufwuchs. Sosas Opa lebte zudem lange in der Hauptstadt und betrieb dort ein Bauunternehmen. Nach Informationen der größten kroatischen Sportzeitung „Sportske Novosti“ hat sich Sosa indes noch nicht entschieden, für welche Nation er künftig auflaufen möchte.

Aufregung in Kroatien – Zlatko Dalic äußert sich

In Kroatien sorgt die Meldung indes für helle Aufruhr – auf zahlreichen Nachrichtenportalen ist Borna Sosa das Thema Nummer eins. Und auch Zlatko Dalic, der sein Land bei der WM 2018 in das Finale geführt hatte, äußerte sich noch am Freitagnachmittag zu der Thematik.

„Borna Sosa ist auf unserem Radar“, wird der kroatische Nationaltrainer in einer Meldung auf der Verbandshomepage zitiert. „Wir beobachten seine Leistungen im Verein regelmäßig – und er steht gewiss auf der erweiterten Kandidatenliste für die A-Mannschaft. Darüber hinaus war er für sämtliche kroatischen Juniorenteams aktiv und erfolgreich. Natürlich hat jeder Spieler das Recht zu entscheiden, welches Land er vertreten möchte, wenn er solche Optionen hat.“




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