Liqui Moly in Ulm Bis zu 7000 Euro Prämie für jeden Mitarbeiter
Der Ulmer Schmiermittelspezialist hat seinen Umsatz erneut gesteigert. Um weiteres Wachstum möglich zu machen, ist ein Neubau im Ulmer Norden geplant.
Der Ulmer Schmiermittelspezialist hat seinen Umsatz erneut gesteigert. Um weiteres Wachstum möglich zu machen, ist ein Neubau im Ulmer Norden geplant.
Der Ulmer Schmiermittelspezialist Liqui Moly, der zum Würth-Konzern gehört, hat erneut einen Umsatzrekord erzielt. Bereits 2024 wurde die lange anvisierte Schallmauer von einer Milliarde Euro durchbrochen. Im vergangenen Jahr waren es dann noch einmal 8 Prozent mehr – und das trotz politisch und wirtschaftlich turbulenter Zeiten. Die konkrete Umsatzzahl teilt der Konzern in diesem Jahr erstmals auch auf Nachfrage nicht mit. Auf Basis der Vorjahreszahlen lässt sich aber errechnen, dass er bei rund 1,1 Milliarden Euro liegen muss. Das berichtet die Südwest Presse.
Um die Leistung der Mitarbeiter zu honorieren, wird es auch in diesem Jahr wieder eine Prämie geben. „Bis zu 7000 Euro Prämie bekommt jeder der inzwischen fast 1300 Beschäftigten rund um den Globus“, sagt Geschäftsführer Salvatore Coniglio laut einer Pressemitteilung. In Ulm sind derzeit rund 550 Mitarbeiter beschäftigt.
Mit 110.000 Tonnen Öl, 40 Millionen Ölgebinden und 25 Millionen Dosen mit Additiven haben diese neue Produktionsrekorde aufgestellt. „Um weiter wachsen zu können, ist am Standort Saarlouis der Ausbau der Produktionskapazität auf 160.000 Tonnen Öl geplant“, sagt Geschäftsführer Uli Weller. Noch in diesem Jahr soll das Projekt angegangen werden. Auch in Ulm soll es zusätzliche Abfülllinien geben. Erst im Jahr 2023 hatte man die Kapazitäten am Standort in Lehr massiv erweitert. Weitere Kapazitäten will man durch Automatisierung und Digitalisierung schaffen.
Doch all das reicht nicht. Darum ist laut Hiermaier „das größte Bauvorhaben in der Unternehmensgeschichte“ geplant. Im Ulmer Norden soll ein neues Logistikzentrum entstehen, in dem künftig ein Großteil der produzierten Waren gelagert werden soll. Der Spatenstich soll noch in diesem Jahr erfolgen. „Es ist der Schlüssel für eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit, noch höhere Kundenzufriedenheit und ein wesentlicher Baustein unserer Wachstumsstrategie“, fasst Geschäftsführer Günter Hiermaier zusammen. Trotzdem sei der Neubau „eine Ergänzung, keine Ablösung des Standorts in Lehr“, versichert ein Sprecher des Unternehmens auf Nachfrage.
Teil der Wachstumsstrategie ist auch die weitere Internationalisierung. „Wir werden dieses Jahr in China, in der Schweiz und in der Türkei Auslandsgesellschaften gründen. In diesen Ländern sind wir schon viele Jahre aktiv, wollen aber die Märkte besser durchdringen und die vorhandenen Potentiale besser ausschöpfen“, sagt Salvatore Coniglio.