Auch in Baden-Württemberg sind mittlerweile gefälschte Impfpässe im Umlauf. Das gibt das Landeskriminalamt bekannt. Die Behörde spricht eine Warnung aus.

Stuttgart - Das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg warnt davor, Impfpässe in den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, da Kriminelle dies missbrauchen. Es seien derzeit gefälschte Impfpässe im Umlauf auch in Baden-Württemberg, teilte das LKA am Donnerstag in Stuttgart mit. Der SWR hatte darüber auf seiner Online-Seite zuerst berichtet.

 

Im Darknet und bei Messengerdiensten würden solche Blanko-Impfbücher inzwischen für bis zu 200 Euro gehandelt. Der Eintrag im Impfausweis sehe echt aus, trotzdem hätten die Personen nie die attestierte Corona-Schutzimpfung erhalten. Das LKA sei über diese Entwicklung alarmiert.

Weitere Fälle wird es wohl geben

Kriminaldirektor Oliver Hoffmann, Spezialist für Wirtschaftskriminalität, sagte, mit weiteren Fällen müsse gerechnet werden. Er warnte, dass ein gefälschter Corona-Impfausweis keinerlei Schutz vor einer Ansteckung biete. Das Fälschen eines Dokuments sei an sich eine Straftat und der Gebrauch der Fälschung könne noch weitere Straftaten nach sich ziehen.

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Man wisse aus den bisherigen Fällen, dass manche Täter sich Posts in sozialen Medien zu eigen gemacht und dann dort Informationen über die Impfchargen und die Impförtlichkeiten ausgelesen hätten. Diese Informationen könnten dann für die Fälschungen benutzt werden, sagte Hoffmann.