LKZ-Sommergespräche Die Zusammenarbeit mit dem OB funktioniert

Von Thomas K. Slotwinski 

Maßgeblich angestoßen hat diese Neuerungen der Oberbürgermeister. Wie beurteilen Sie die Arbeit von Martin Georg Cohn?

Er hat viele Ideen, müsste manchmal aber etwas genauer erklären, was er damit erreichen will. Insgesamt funktioniert die Zusammenarbeit aber gut.

Viele Ihrer Kollegen wünschen sich, dass der OB nach Leonberg zieht?

Es ist vorteilhaft, wenn ein OB vor Ort lebt. Man kriegt die Dinge hautnah mit und hat engeren Kontakt zu den Bürgern.

Selbst Martin Cohn hat offenbar Probleme, eine Wohnung zu finden...

Deshalb haben wir uns immer dafür eingesetzt, freie innerstädtische Bereiche für Wohnbauten zu nutzen. Die Verdichtung ist der Preis dafür, dass unsere Flächen knapp sind. Aber wir tun uns zu Recht schwer, in die freie Landschaft zu bauen.

So wie am Hinteren Schützenrain am Stadtausgang Richtung Ditzingen?

Angesichts des Umfelds mit Wiesen und Bäumen ist es dort tatsächlich schwer. Man muss sehen, was dort machbar ist. Ein Quartier an der Berliner Straße ist auf jeden Fall die bessere Lösung. Auch in Höfingen gibt es noch Möglichkeiten.

Gibt es die Chance für ein außergewöhnliches Wohnprojekt, zum Beispiel im Zuge der Stuttgarter Internationalen Bauausstellung, die die ganze Region betrifft?

Das ist schwierig. Eventuell auf der alten Autobahntrasse, da könnte man ein experimentelles Quartier mit besonderem Charakter entwickeln.

Die FDP hat bei der Kommunalwahl einen Sitz mehr bekommen und hat jetzt mit drei Stadträten wieder Fraktionsstärke.

Wir waren in der vergangenen Legislaturperiode nur in zwei der drei Leonberger Fachausschüssen vertreten. Jetzt sind wir wieder überall dabei. Das war unser Ziel.

Die FDP ist bundweit stabil. Haben die Leonberger Liberalen davon profitiert?

Das hat bestimmt damit zu tun. Aber das Ergebnis von 9,7 Prozent ist auch als Anerkennung für unsere Arbeit zu sehen, die so schlecht wohl nicht war.

Die Grünen sind nun stärkste Fraktion. Wird es im Gemeinderat schwieriger?

Wir hatten bisher eine gute Zusammenarbeit, und daran wird sich bestimmt nichts ändern. Und keine Sorge: Wir äußern uns, wenn uns etwas nicht gefällt.