Löwenpfade im Kreis Göppingen: Wasserberg-Runde (Teil 12) Am Wegesrand sind seltene Orchideen zu entdecken

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Im Stauferkreis sind 15 Rundwanderwege neu angelegt worden. Wir stellen die Löwenpfade nach und nach vor. Der zwölfte Teil der Serie führt auf die Wasserberg-Runde.

Ein Abstecher zum  Wasserberghaus lohnt sich in mehrfacher Hinsicht. Foto: Zanker/LRA GP
Ein Abstecher zum Wasserberghaus lohnt sich in mehrfacher Hinsicht. Foto: Zanker/LRA GP

Kreis Göppingen - Zugegeben, um diese Jahreszeit ist die Blütenpracht im Naturschutzgebiet Haarberg-Wasserberg nicht mehr allzu üppig. Knabenkräuter, Hundswurzen, und Küchenschellen blühen für gewöhnlich früher. Silberdisteln sowie andere seltene Albpflanzen gibt es auf der Wasserberg-Runde allerdings noch etliche zu sehen. Ausgangspunkt des etwas mehr als zwölf Kilometer langen Löwenpfads, auf dem 379 Höhenmeter gemacht werden müssen, ist der Parkplatz Hexensattel, zwischen Reichenbach im Täle und Unterböhringen.

Von dort aus geht es gleich direkt hinein ins Naturschutzgebiet und hinauf auf den Haarberg, mit einem einzigartigen Blick ins Täle und auf den Albtrauf. Die Strecke führt weiter bergan und sollte, ehe sie in Richtung Osten abknickt für einen Abstecher zum Wasserberghaus verlassen werden. Dort gibt es neben einer tollen Aussicht in Richtung der drei Kaiserberge sowie ins Filstal auch ein zünftiges Vesper zur Stärkung. Wieder zurück auf dem Löwenpfad hat der Wanderer den höchsten Punkt der Runde bereits hinter sich. Auf der Höhe entlang, stets mit einem leichten Gefälle, führt die Tour zur sogenannten Wettereiche, dem Wappenbaum von Unterböhringen. Und nur ein Stück weiter ist der malerisch gelegene Weiler von der Hangkante aus bereits zu sehen. Diese Stelle ist zudem bestens dafür geeignet, um die Sage „ Die Schmuggler von Unterböhringen“ auf sich wirken zu lassen. Diese handelt zu der Zeit als der Ort noch zur freien Reichsstadt Ulm gehörte und mithin die Grenze zum Herzogtum Württemberg bildete und kann, wie für alle anderen Löwenpfade auch, entweder per Smartphone und QR-Code oder direkt auf der Homepage abgerufen werden.

Über weitere Heideflächen hinweg geht es im Anschluss steil bergab in den Flecken, wo es ebenfalls gute Möglichkeiten zur Einkehr gibt. Obwohl hier erst gut die Hälfte der Löwenpfad-Strecke absolviert ist, sollte der hügelige Rest des Weges niemanden mehr über Gebühr anstrengen. Auf halber Höhe geht es nach Hausen an der Fils, ehe der Weigoldsberg nochmals einen Anstieg erfordert. Durch Wälder hindurch sowie über Wiesen und Heideflächen hinweg, führt die Route zurück zum Hexensattel. Immer wieder tun sich dabei unterschiedlichste Panoramen auf – ein Genuss vor allem spätnachmittags.




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