London statt Stuttgart Stuttgart 21 sollte bis zur Eröffnungsfeier fertig sein

Von Jörg Nauke 

Killesberg
: Auf der Anlage des TC Weissenhof wäre neben einigen Tennisplätzen ein Stadion mit 12 000 Plätzen erstellt worden. Mit beweglichem Dach sollte es danach als weitere Ballspielhalle dienen. Die benachbarten Messehallen hätten für Funktions- und VIP-Räume zur Verfügung gestanden. Ohne Olympia ist man dort jetzt viel weiter: Die Hallen sind abgerissen, ein gehobenes Wohngebiet und ein Dienstleistungszentrum entstehen derzeit.

Verkehr:
Stuttgart war überzeugt, von Bund und Land bei der Optimierung der Verkehrsinfrastruktur unterstützt zu werden. Man könne davon ausgehen, dass bis 2012 die A 8 von Karlsruhe nach Ulm sechsspurig ausgebaut sei. Davon ist man weit entfernt. Wegen Wettbewerben auf der Messe, sollte zudem die Hedelfinger Filderauffahrt ausgebaut werden. Davon ist auch keine Rede mehr. Für den Fall des Zuschlags sollte überdies sichergestellt werden, dass der neue Tiefbahnhof fertig ist. „Diese Zusage ist aus heutiger Sicht realistisch“, heißt es in der Bewerbung, eine Verzögerung könne „aber nicht völlig ausgeschlossen werden“. Um die Planungssicherheit der Bewerbung zu erhalten, hatte man Stuttgart 21 bewusst „nicht zur Grundlage des Verkehrskonzepts gemacht“.

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