Longlist für Buchpreis steht Herkunft und Geschichte im Blick

Shida Bazyar steht mit ihrem Roman „Drei Kameradinnen“ auf der Longlist. Die aus dem Iran stammende Autorin war 2017 mit ihrem Buch „Nachts ist es leise in Teheran“ Gast des Lesefestival „Stuttgart liest ein Buch“. Foto: Joachim Gern/Kiepenheuer & Witsch
Shida Bazyar steht mit ihrem Roman „Drei Kameradinnen“ auf der Longlist. Die aus dem Iran stammende Autorin war 2017 mit ihrem Buch „Nachts ist es leise in Teheran“ Gast des Lesefestival „Stuttgart liest ein Buch“. Foto: Joachim Gern/Kiepenheuer & Witsch

Der Deutsche Buchpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche und wird seit 2005 verliehen. Jetzt stehen die 20 Titel der Longlist fest.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Frankfurt/M. -

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen „Roman des Jahre“ aus. Nun stehen die Anwärter für den mit insgesamt 37 500 Euro dotierten Preis fest. Insgesamt 20 Bücher hat die Jury für die sogenannte Longlist ausgewählt. Am 21. September wird die Liste dann auf sechs Titel, die Shortlist, verkürzt. Die Preisverleihung findet am 18. Oktober statt.

In diesem Jahr hatten 125 Verlage insgesamt 197 Romane eingereicht, so viele wie noch nie. Sprecher der diesjährigen siebenköpfigen Jury ist der Kulturredakteur Knut Cordsen vom Bayerischen Rundfunk. Er sagt zur Auswahl: „Die Jury freut sich, mit der Longlist eine Auswahl getroffen zu haben, die das erzählerische Experiment ebenso würdigt wie den realistischen Roman, das Komische wie das Surreale. Diese 20 Bücher nehmen Herkunft und Geschichte ebenso in den Blick wie zentrale Fragen der Gegenwart.“

Hier die Titel der Longlist

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

• Henning Ahrens: Mitgift (Klett-Cotta, August 2021)

Shida Bazyar: Drei Kameradinnen (Kiepenheuer & Witsch, April 2021)

• Dietmar Dath: Gentzen oder: Betrunken aufräumen (Matthes & Seitz Berlin, August 2021)

• Franzobel: Die Eroberung Amerikas (Paul Zsolnay, Januar 2021)

• Georges-Arthur Goldschmidt: Der versperrte Weg (Wallstein, Juni 2021)

• Dana Grigorcea: Die nicht sterben (Penguin, März 2021)

Norbert Gstrein: Der zweite Jakob (Carl Hanser, Februar 2021)

• Dilek Güngör: Vater und ich (Verbrecher, Juli 2021)

Monika Helfer: Vati (Carl Hanser, Januar 2021)

• Felicitas Hoppe: Die Nibelungen (S. Fischer, September 2021)

• Peter Karoshi: Zu den Elefanten (Leykam, Mai 2021)

Christian Kracht: Eurotrash (Kiepenheuer & Witsch, März 2021)

• Thomas Kunst: Zandschower Klinken (Suhrkamp, Februar 2021)

• Gert Loschütz: Besichtigung eines Unglücks (Schöffling & Co., Juli 2021)

• Yulia Marfutova: Der Himmel vor hundert Jahren (Rowohlt, März 2021)

• Sasha Marianna Salzmann: Im Menschen muss alles herrlich sein (Suhrkamp, September 2021)

Mithu Sanyal: Identitti (Carl Hanser, Februar 2021)

• Ferdinand Schmalz: Mein Lieblingstier heißt Winter (S. Fischer, Juli 2021)

• Antje Rávik Strubel: Blaue Frau (S. Fischer, August 2021)

Heinz Strunk: Es ist immer so schön mit dir (Rowohlt, Juli 2021)

Der Deutsche Buchpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche und wird seit 2005 verliehen. Der Preis ist mit insgesamt 37 500 Euro dotiert: Der Sieger oder die Siegerin erhält 25 000 Euro, die übrigen Autoren der Shortlist jeweils 2500 Euro.




Unsere Empfehlung für Sie