Luca-App ist wirkungslos Luca-App schafft nur noch Datenmüll
Die Luca-App ist Stand jetzt obsolet, Kontaktverfolgung kein Thema mehr. Das sollte man klar benennen, kommentiert Jan Georg Plavec.
Die Luca-App ist Stand jetzt obsolet, Kontaktverfolgung kein Thema mehr. Das sollte man klar benennen, kommentiert Jan Georg Plavec.
Stuttgart - Es war schon länger still geworden um die Kontaktnachverfolgung. Einst galt sie als wichtiger Grund, die Inzidenz unter 50 zu drücken – weil die Gesundheitsämter sonst nicht mehr hinterherkämen mit den Test- und Quarantäneanweisungen.
Davon war schon im Spätsommer keine Rede mehr. Nun ist die breitflächige Kontaktnachverfolgung angesichts galoppierender Infektionszahlen und viel mehr Sozialkontakten beerdigt. Es ist gut, dass das Sozialministerium das offen zugibt. Jetzt sollte es den zweiten Schritt gehen und empfehlen, die Luca-App nicht mehr zu nützen. Als noch viel weniger Menschen geimpft waren, half sie, Gastronomie und Kultur auch ohne Zettelwirtschaft möglich zu machen. Es wurden zwar de facto kaum Kontaktdaten abgefragt, aber man hatte zumindest die Möglichkeit.
Das ist immer noch so. Doch die Corona-Warn-App weist viel effektiver auf Infektionsrisiken hin. Und das ist das Gebot der Stunde. Smudo wird es nicht gern hör en, aber seine App erzeugt derzeit eher Datenmüll, als dass sie die Pandemie bekämpft. Das sollte auch der Sozialminister anerkennen, falls nicht der Eindruck entstehen soll, die Luca-App sei auch eine Lucha-App.