Ludwigsburg/Asperg Rundsporthalle: die Analyse dauert länger

Experten durchleuchten das Dach der Halle in Asperg. Foto: factum/Granville
Experten durchleuchten das Dach der Halle in Asperg. Foto: factum/Granville

In Ludwigsburg und Asperg müssen die Dächer von Rundsporthallen geprüft werden – um eine Einsturzgefahr auszuschließen. Ludwigsburg kann bereits Entwarnung geben.

Lokales: Tim Höhn (tim)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Asperg - Während am Dach der Ludwigsburger Rundsporthalle keine gravierenden Mängel gefunden worden sind, dauert die Prüfung in Asperg noch an. Wie berichtet, hatte das baden-württembergische Umweltministerium Mitte Mai acht Kommunen im Land angewiesen, die Dachkonstruktionen ihrer Rundsporthallen zu untersuchen. Zuvor waren in Rheinland-Pfalz massive Statikprobleme an Dächern baugleicher Hallen entdeckt worden.

Ludwigsburg gibt Entwarnung:die Halle sei sicher

Im Kreis sind die Städte Ludwigsburg und Asperg betroffen, in Ludwigsburg ist die Analyse bereits abgeschlossen. „Die gesamte Hallenkonstruktion ist in sehr gutem und gepflegtem Zustand“, heißt es in dem Gutachten des von der Stadt beauftragen Ingenieurbüros. Es seien keine sicherheitsrelevanten Korrosionsschäden festgestellt worden. Auch die Schweißnähte seien unauffällig. Die Tragfähigkeit des Daches sei demnach nicht eingeschränkt.

Das Ministerium hat die Frist für die Prüfung verlängert

In Asperg wird das Dach der Halle noch geprüft, und der dortige Gutachter ist nicht bereit, öffentlich Auskunft über etwaige Schäden zu geben. „Auch ich weiß noch nichts“, sagt der Bürgermeister Ulrich Storer. „Aber ich vermute, dass es bei uns keine Probleme mit der Statik gibt.“ Schließlich mache die Halle einen guten Eindruck, und das Dach sei erst Mitte der 1990er Jahre aufwendig saniert worden. Das Gutachten solle in Kürze vorliegen, sagt Storer. Ursprünglich hatte das Ministerium die Kommunen aufgefordert, die Prüfung bis Mitte Juli abzuschließen. Inzwischen wurde die Frist verlängert. Wenn die Ergebnisse bis zum 10. August vorliegen, sei dies ausreichend, sagt ein Ministeriumssprecher. Man wolle in dieser Angelegenheit nicht unnötig Zeit verstreichen lassen, die Gutachter aber nicht unter Druck setzen. Wichtig sei vor allem, dass die Analysen vor dem Winter abgeschlossen sind. Hintergrund: 2006 war im bayerischen Bad Reichenhall eine von Schneemassen bedeckte Halle eingestürzt, 15 Menschen kamen ums Leben.




Unsere Empfehlung für Sie