Ludwigsburg Campusbad wächst in die Höhe

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Der Bau der Schwimmhalle für Ludwigsburger Schulen und Vereine ist im Zeitplan. Im März wird am Innenstadtcampus Richtfest gefeiert.

Bauen auf engstem Raum: das neue Hallenbad  an der Karlstraße bekommt demnächst eine Decke. Foto: factum/Granville
Bauen auf engstem Raum: das neue Hallenbad an der Karlstraße bekommt demnächst eine Decke. Foto: factum/Granville

Ludwigsburg - Der Entwurf für das neue Schul- und Vereinsbad gilt als schön, aber teuer. Bis sich alle ein reales Bild vom neuen Campusbad machen können, wird es noch etwas dauern, aber mittlerweile ist der Rohbau an der Ecke von Karlstraße und Seestraße beinahe fertig. Noch im Februar sollen die Dachträger aufgebracht und am 27. März Richtfest gefeiert werden. „Wir sind im Zeitplan“, versichert Bodo Skaletz, der Geschäftsführer der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB).

Es geht auch ohne Pfähle

Die schlimmsten Befürchtungen in Sachen Untergrund sind nicht eingetreten: Trotz optimistisch stimmender Ergebnisse bei Probebohrungen war ein gewisses Restrisiko nicht ganz auszuschließen. Denn gebaut wird auf dem Gelände des einstigen Feuersees, die SWLB hätte ein ähnliches Schicksal wie das städtische Hochbauamt mit dem Projekt Grundschulmensa Gartenstraße ereilen können. Dort musste mit Pfahlgründung gearbeitet werden, um dem Gebäude den nötigen Halt zu geben. Beim Campusbad war das nicht nötig.

Allerdings hat man es hier auch vermieden, allzu sehr in die Tiefe zu gehen. Die Gründungstiefe beträgt zur Seestraße hin 4,70 Meter und entlang der Karlstraße 2,60 Meter. Das ist auch einer der Gründe dafür, dass es keine Sprungtürme gibt: Das Wasser wird in den Schwimmbecken nur bis zu 1,80 Meter tief sein. „Aber es gibt Startblöcke“, sagt Karin Wächter, die bei der SWLB für die Abteilung Bäder zuständig ist. Ein Bad mit Sprungturm müsse mindestens eine Wassertiefe von 5 Metern aufweisen, dazu müsse die Halle bis zu  8 Meter hoch sein. Die lichte Höhe im Campusbad wird aber nur 5,5 Meter betragen.

Filigrane Strukturen

So sehr sich die Planungsphase hinzog, so rasch gehen nun die Arbeiten am Innenstadtcampus voran. Zunächst war vorgesehen, dass das Bad in kommenden Sommer öffnet. Doch der Baubeginn verzögerte sich bis zum Juni 2014. Aber seither wurde beinahe ohne Pause gearbeitet. „Sehr zum Leidwesen der Anwohner“, sagt Wächter. „Solche Rohbauarbeiten sind leider doch sehr geräuschintensiv.“ Das Schlimmste davon ist bewältigt, demnächst wird sich erstmals zeigen, wie groß die Schwimmhalle wird. Der Innenraum muss leergeräumt werden, weil noch in dieser Woche ein sogenanntes Flächengerüst aufgebaut wird. „Das ist für die Dachdecker“, sagt Wächter. Dieses Gerüst fülle den Innenraum aus. In diesem gebe es kaum außergewöhnliche Formen, die Ecken seien rechtwinklig. Das wirklich Charakteristische am neuen Schwimmbad seien filigrane Strukturen.

Die Arbeiter haben damit begonnen, die Baugrube um die Außenmauern herum zu verfüllen. „Sie wird mit unterschiedlichen Materialien aufgefüllt, je nachdem, ob wir uns unter oder über der Grundwassergrenze befinden“, sagt Wächter. Damit werde das Haus so standfest sein, dass die vor Baubeginn in der Baugrube versenkten Sicherungsanker entspannt und abgesägt werden können. „Das Gebäude ist dann im statischen Gleichgewicht.“ Die Kosten von sieben Millionen Euro würden eingehalten, versichert Skaletz. „Wir haben bereits 95 Prozent aller Arbeiten vergeben.“




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