Ludwigsburg Eine wirtschaftsstarke Region hat nicht die reichsten Clubs

Lokales: Tim Höhn (tim)
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Nerven die immer wiederkehrenden Probleme nicht irgendwann?
Man wird irgendwann auch realistischer. Dann kommt man an den Punkt, dass wir in Ludwigsburg nicht Berlin, Quakenbrück und nicht Bamberg sind. Ich habe da einen sehr hohen Anspruch. Ich wäre noch zehnmal selbstkritischer, wenn hier jeder Verein in der Gegend jedes halbe Jahr einen großen Sponsor präsentieren würde. Entweder alle Vereinsmanager sind unfähig – oder es gibt doch einen anderen Grund.
Welchen?
Wir haben hier eine Sondersituation. Je weiter man in Richtung Norden geht, desto höher die Etats, desto höher die Clubs in der Liga. In strukturschwachen Gegenden sitzen oftmals Sponsoren mit großem Engagement. Das liegt sicher an der Mentalität und an der Konkurrenzsituation. Der Zusammenhang, dass in einer wirtschaftsstarken Region auch die reichsten Clubs sein müssen, ist nicht herstellbar.
Woran liegt das? Dass man hier den Euro zweimal umdreht?
Die Mentalität spielt eine Rolle, aber es geht nicht nur darum, ob man den Euro zweimal umdreht. Es geht um das Thema Bekenntnis und Identifikation. In Stuttgart geht man zum Fußball, in Dortmund zum BVB. Wir haben vor ein paar Jahren eine Umfrage machen lassen, auf was die Ludwigsburger eigentlich stolz sind. Die Frage hat die Leute regelrecht erschreckt. Sie waren auf so gut wie nichts stolz.




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