Der symbolische Spatenstich ist erfolgt – ab jetzt kann wirklich gearbeitet werden. Foto: Julian Meier
Der Platz vor dem Sparkassen-Gebäude soll zukünftig zum Verweilen einladen. Ursprünglich hätte der gesamte Schillerplatz erneuert werden sollen, doch daraus wird vorerst nichts.
Am Donnerstag erfolgte der symbolische Spatenstich, damit können die Arbeiten beginnen. Ein kostspieliges Projekt, die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,46 Millionen Euro. Doch weil die Kreissparkasse den Großteil der Kosten übernimmt, kann Ludwigsburg zumindest teilweise seine Innenstadt-Entwicklung fortführen.
Schillerplatz soll wieder zu „grünem Schmuckplatz“ werden
Geplant sind neue Grünflächen mit hitzeresistenten Baumarten sowie Pflanzflächen mit rund 1300 Stauden und Gehölzen. Nebeldüsen sollen in den Sommermonaten für Abkühlung sorgen, Sitzmauern zum Verweilen einladen.
So soll der westliche Teil des Schillerplatzes aussehen, wenn die Umgestaltung abgeschlossen ist. Foto: Mann Landschaftsarchitektur
Der Schillerplatz sei einst „ein grüner Schmuckplatz“ gewesen, erklärt Landschaftsarchitekt Tobias Mann, dessen Büro wie schon beim Arsenalplatz den Entwurf geliefert hat. An diesem Ideal wolle man sich bei der Umgestaltung orientieren, allerdings solle es keine Rekonstruktion des einstigen Aussehens werden. Vielmehr sei das Konzept in die Zukunft gedacht.
Geschenk an die Stadt Ludwigsburg
Oberbürgermeister Matthias Knecht war beim Spatenstich sichtlich gut gelaunt. Kein Wunder, schließlich kann er Fortschritte bei einem wichtigen Projekt präsentieren, für das die Stadt in Zeiten großer finanzieller Sorgen nicht viel Geld aufbringen muss. Der städtische Eigenanteil beläuft sich auf gerade einmal 280.000 Euro. 1,76 Millionen trägt die Kreissparkasse, der Rest kommt als Zuschuss von Bund und Land.
„Der Schillerplatz ist ein für das Stadtantlitz ganz wichtiger Platz“, sagt Knecht. In der Verbindungsachse zwischen Bahnhof und Arsenalplatz sei es eine Art Eingangstor zur Stadt. Mit der Unterzeichnung des Vertrages im vergangenen Jahr hat die Stadt der Kreissparkasse das Erbbaurecht für die nächsten 25 Jahre übertragen. Das bedeutet, dass die Kreissparkasse auf dem Platz bauen darf.
Der Kreissparkassen-Vorstandsvorsitzende Heinz-Werner Schulte sprach von einem „Tag des Anfangs“, nachdem es knapp 30 Jahre gedauert habe, ehe die Idee zur Umgestaltung des Schillerplatzes in die Wirklichkeit umgesetzt werde. Damals habe Oberbürgermeister Hans Jochen Henke davon gesprochen, dass im folgenden Jahr mit der Umgestaltung des Platzes begonnen werde. „Das hat dann doch ein paar Jahre länger gedauert.“ Nun wolle man der Stadt anlässlich des 175-jährigen Jubiläums der Kreissparkasse „ein kleines Geschenk“ machen.
Derzeit ist der westliche Teil des Schillerplatzes noch eine Baustelle. Foto: Simon Granville
Ohne die Finanzierung durch die Kreissparkasse wäre die Umgestaltung des Schillerplatzes nicht möglich gewesen. Ursprünglich wollte die Verwaltung den Schillerplatz als Ganzes erneuern. Wegen der prekären Haushaltslage wird aber vorerst nur der westliche Teil vor dem Sparkassen-Gebäude in Angriff genommen.